| 20:15 Uhr

Standesgemäßer Auftritt vor dem Duell in Homburg

Saarbrücken. Der Meister der Fußball-Oberliga Südwest, der 1. FC Saarbrücken, besiegte am Dienstagabend den SV Mettlach mit 6:2 (3:2). Die Geschichte des Spiels vor offiziell 1800 Zuschauern im Saarbrücker Ludwigspark ist schnell erzählt: Der FCS ging durch den stark spielenden Gregory Strohmann nach elf Minuten in Führung

Saarbrücken. Der Meister der Fußball-Oberliga Südwest, der 1. FC Saarbrücken, besiegte am Dienstagabend den SV Mettlach mit 6:2 (3:2). Die Geschichte des Spiels vor offiziell 1800 Zuschauern im Saarbrücker Ludwigspark ist schnell erzählt: Der FCS ging durch den stark spielenden Gregory Strohmann nach elf Minuten in Führung. Dann leistete sich die FCS-Defensive einen kollektiven Minutenschlaf, den Christopher Wendel (16. Minute) und Thomas Will (18.) zur zwischenzeitlichen Gästeführung ausnutzten. Ein Traumtor von Pascal Stelletta per Volleyabnahme (31.) und ein Treffer von Nico Weißmann (44.) rückten bis zur Pause die Verhältnisse gerade. Nach dem Wechsel erhöhte zunächst Nazif Hajdarovic auf 4:2 (51.), dann flog FCS-Kapitän Marcel Rozgonyi wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz. Doch auch in Unterzahl spielte der FCS die Gäste schwindlig, hätte mehr Treffer erzielen müssen als das 5:2 durch Stelletta (76.) und das 6:2 durch Caner Metin (82.). "Ich werde mir den ein oder anderen noch kaufen", sagte der verärgerte FCS-Trainer Ferner auch über einen von Hajdarovic verschossenen Elfmeter.Wesentlich interessanter als die einseitige Veranstaltung auf dem Rasen war die anschließende Pressekonferenz. "Es gibt nur einen Verein im Saarland. Das ist der 1. FC Saarbrücken. Elversberg kann man vergessen, da gehen doch keine 200 Zuschauer hin", sagte Mettlachs Trainer Werner Weiß und fügte hinzu: "Die Region braucht Bundesliga-Fußball. Darum müssen kleine Vereine wie Mettlach mit dem FCS kooperieren. Wir müssen die Talente ausbilden und sie dann dem FCS zuführen." Ein Modell, das der 1. FC Kaiserslautern seit einigen Jahren erfolgreich betreibt, und sicher ein Gesprächsansatz für die Zukunft sein kann.Für den FCS ist die Partie am Samstag um 14.30 Uhr beim FC Homburg natürlich viel näher. "Es ist das Saarderby schlechthin", sagte FCS-Stürmer Gregory Strohmann, "ein solches Spiel, das die Fans dermaßen bewegt, werden wir nächstes Jahr in der Regionalliga nicht haben." cor