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Stadtwerke St. Wendel warnen vor mobilen Mini-Photovoltaik-Anlagen

St Wendel. Aus aktuellem Anlass warnen die Stadtwerke St. Wendel vor dem Einsatz sogenannter Mini-Photovoltaik-Anlagen. red

Bei diesen Solarmodulen, die ohne Information des zuständigen Netzbetreibers von Privatpersonen via Schuko-Stecker mit der Elektroinstallation der Wohnung verbunden werden können, ist höchste Vorsicht geboten: Gemäß einer Bekanntmachung des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes lauern hier Gefahren für Leib und Leben. Beispielsweise könne es beim Abziehen des Steckers einer solchen Anlage zu einem lebensgefährlichen Stromschlag oder durch Überlastung der häuslichen Stromleitungen zu einem Wohnungsbrand kommen. Aufgrund der parallelen Einspeisung des erzeugten Stroms über den Schuko-Stecker aus einer solchen Mini-Anlage sei der persönliche Schutz vor Fehlerströmen und Überspannungen, aber auch der Schutz der Mitarbeiter der Netzbetreiber bei Unterbrechungen der Stromversorgung nicht sichergestellt. Durch die Verwendung einer solchen Mini-PV-Anlage mit Schuko-Steckeranschluss sei unter Umständen auch der Versicherungsschutz gefährdet. Laut der gültigen Vorschriften sei die Einspeisung aus einer Stromerzeugungseinrichtung in eine Steckdose unzulässig, wodurch der Betrieb einer solchen Anlage gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstoße und somit auch gegen das Energiewirtschaftsgesetz. Die SSW empfiehlt, bei PV-Anlagen ausschließlich die bewährte Technik mit fest installierten Stromübergabeeinrichtungen zu verwenden, die den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen.