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Stadt will Krater-Straße erneuern

Kirschheck. Nur eine einzige Straße schlängelt sich durch das kleine Örtchen Kirschheck am Ende der A 1 kurz vor Saarbrücken. Doch die reicht aus, um für eine scheinbar unendliche Geschichte zu sorgen. Seit Jahren ist der Weg ein einziges Ärgernis: Riesige Schlaglöcher gefährden Fussgänger, Rad- und Autofahrer. Die Fahrt durch Kirschheck gleicht einem Ritt über einen Cross-Parcours Von SZ-Redaktionsmitglied Gerrit Dauelsberg

Kirschheck. Nur eine einzige Straße schlängelt sich durch das kleine Örtchen Kirschheck am Ende der A 1 kurz vor Saarbrücken. Doch die reicht aus, um für eine scheinbar unendliche Geschichte zu sorgen. Seit Jahren ist der Weg ein einziges Ärgernis: Riesige Schlaglöcher gefährden Fussgänger, Rad- und Autofahrer. Die Fahrt durch Kirschheck gleicht einem Ritt über einen Cross-Parcours.Seit sechs Jahren beschweren sich die 55 Anwohner über den maroden Zustand ihrer Straße und kämpfen um eine Sanierung. Deshalb wendeten sie sich im September 2008 an die SZ, die ausführlich über das Thema berichtete. "Nach dem Artikel wurden uns Hoffnungen auf eine baldige Sanierung gemacht", sagt Francis Dietsch, Vorsitzender der örtlichen Bürgerinitiative, "aber bisher hat sich nichts getan."Das Problem: Die Straße in der ehemaligen Bergarbeitersiedlung gehört zu drei Vierteln der RAG Deutsche Steinkohle und zu einem Viertel der Stadt Saarbrücken. RAG und die Stadt konnten sich aber jahrelang nicht auf eine gemeinsame Maßnahme einigen.Doch jetzt könnte die "unendliche Geschichte" tatsächlich ein Ende finden, meint Stadtsprecher Thomas Blug: "Wir haben einen möglichen Weg gefunden, die Straße im Einvernehmen mit der RAG erneuern zu können. Dabei würden wir die Arbeiten am RAG-Anteil der Straße übernehmen und die entstehenden Kosten erstattet bekommen." RAG-Sprecherin Annette Weinmann bestätigt, dass die Verhandlungen bald abgeschlossen sein könnten und versichert: "Wir werden unseren Teil der Kosten übernehmen."Der Einigungsvorschlag läuft derzeit noch durch die Gremien. Nach Zustimmung der RAG und des Stadtrats kann endlich mit dem Bau begonnen werden. Der Rat wird sich voraussichtlich am 17. Mai mit dem Thema befassen. Dann könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.Die Anwohner von Kirschheck mögen das noch nicht so recht glauben, zu oft wurden sie vertröstet: "Bei uns herrscht eine gesunde Portion Pessimismus", sagt Dietsch. Klappt es wieder nicht mit einer Sanierung, ist der nächste Schritt schon überlegt: "Dann wenden wir uns ans Fernsehen." Ihr Draht zur Redaktion für SMS, MMS, Faxe, Sprachnachrichten: Tel. (06 81) 5 95 98 00; E-Mail-Adresse: leserreporter@sol.de