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LSVS-Affäre
Staatsanwalt erhebt siebte Anklage gegen Ex-Landtagspräsident Meiser

 Dem Personalrat des Landtages seien auf Veranlassung Meisers für Abendessen in der Mensa der Sportschule jeweils nur 799,68 Euro berechnet worden.
Dem Personalrat des Landtages seien auf Veranlassung Meisers für Abendessen in der Mensa der Sportschule jeweils nur 799,68 Euro berechnet worden. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts liegt eine weitere Anklage gegen Klaus Meiser (CDU), Ex-Präsident des Landessportverbandes (LSVS) und des Landtages, vor.


Ob dieser Fall mit den bereits sechs zugelassenen Untreue-Anklagen Ende Februar verhandelt wird, ist noch nicht entschieden, gilt aber als wahrscheinlich. Dennis Zahedi, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte auf Anfrage, dass Meiser sich jetzt auch wegen Untreue zu Lasten des LSVS wegen der Teilfinanzierung von zwei Betriebsausflügen der Landtags-Belegschaft in den Jahren 2016 und 2017 verantworten soll. Dem Personalrat des Landtages seien auf Veranlassung Meisers für Abendessen in der Mensa der Sportschule jeweils nur 799,68 Euro berechnet worden. Tatsächlich sollen Bewirtungskosten in Höhe von 3187 Euro (2016) und 3099,62 Euro (2017) angefallen sein. Zudem soll Meiser veranlasst haben, dass die Ruhrkohle AG, deren Aufsichtsratsmitglied er war, für den Betriebsausflug 2017 Verpflegungs- und Fahrtkosten von 1100 Euro zahlte.

Mit der siebten Anklage werden Meiser auch fünf weitere Restaurantbesuche mit einem Angehörigen vorgeworfen, die über die LSVS-Kreditkarte abgerechnet worden sein sollen.



(mju)