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St. Ingberter Jungfilmer stellt sein erstes Werk vor

St. Ingbert. In der Kinowerkstatt stellte der St. Ingberter Jungfilmer Jörn Michaely, 16 Jahre alt, kürzlich seinen neusten Kurzfilm vor. Zuvor hatte der begeisterte Filmer bereits Szenen zu den Theaterstücken der "Musenbolde" eingespielt

St. Ingbert. In der Kinowerkstatt stellte der St. Ingberter Jungfilmer Jörn Michaely, 16 Jahre alt, kürzlich seinen neusten Kurzfilm vor. Zuvor hatte der begeisterte Filmer bereits Szenen zu den Theaterstücken der "Musenbolde" eingespielt.


"Fernsehmania" überrascht mit einer formalen Gekonntheit und einer humorvollen, teilweise auch zynischen Hintergründigkeit, gekonnter Personenführung und Kameraeinstellungen (Kamera: Peter Michaely). Träge Szenen nehmen plötzlich Tempo auf, wenn bei Ausfall des Fernsehbildes die Stupidität der Familie empfindlich gestört wird. Da schält sich sogar der Vater (Jan Forster) verschlafen unter der meist gelesenen Tagespostille heraus, um auf dem Dach die Antenne zu richten. Der Absturz von der Leiter überlebt er mit Schrammen, um doch gleich wieder auf der Couch zu landen. Das Gesicht der Mutter (Monika Wystup) erstarrt bei stabilem Bild wieder in zufriedene Maske.

Und wenn diese dann zur Fernbedienung greift und durchzappt, fällt sofort die Langeweile von den beiden Kindern (Emely Betz und Tim Blum) ab. Doch dann beendet der Hund mit seinem Pfotenschlag auf die Fernbedienung den Film - der Fernseher ist aus.



Es gab bei der Premiere viel Beifall vom zahlreich erschienenen Publikum. Dieser überwiegend ruhige Film lässt den Zuschauer nachdenklich zurück. Man kann ihn auf dem Festival "Créajeune" sehen, zu dem ihn Michaely eingereicht hat. red