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St. Ingbert setzt auf Gesundheit

St. Ingbert. Die Stadt St. Ingbert betritt Neuland: In der Mechanischen Werkstatt findet am Freitag, 5., und Samstag, 6. Juni, erstmals ein Gesundheitsforum statt. Die Stadt solle als Gesundheitsstandort stärker in Erscheinung treten, erläuterte Oberbürgermeister Georg Jung jetzt bei der Präsentation (wir berichteten kurz) Von SZ-Redakteur Michael Beer

St. Ingbert. Die Stadt St. Ingbert betritt Neuland: In der Mechanischen Werkstatt findet am Freitag, 5., und Samstag, 6. Juni, erstmals ein Gesundheitsforum statt. Die Stadt solle als Gesundheitsstandort stärker in Erscheinung treten, erläuterte Oberbürgermeister Georg Jung jetzt bei der Präsentation (wir berichteten kurz). Mit Wirtschaftsförderer Wolfgang Vogelgesang und der beteiligten Agentur "mundimarketing" stellte er Details zu der Veranstaltung vor, die bei Erfolg ein fester Bestandteil im Kalender der Stadt werden könnte.


Das Forum gliedert sich in zwei Teile: Der Freitag ist der Unternehmenswelt und Fachbesuchern vorbehalten. Am Samstag öffnet sich das Gesundheitsforum dann für alle interessierten Bürger. Ein Präventions-Parcours mit kostenlosen Gesundheitschecks, Vorträgen, das Angebot von rund 35 Ausstellern, Kinderprogramm, ökologische Speisen und Musik wollen eine breite Öffentlichkeit auf die Alte Schmelz locken.

"Gesundheit ist ein Zukunftsthema", erläuterte OB Jung. Die Menschen achteten heute stärker auf ihr Wohlbefinden und ihre Ernährung. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sei dieses Umdenken auch wichtig. "Wir sind in St. Ingbert gut aufgestellt auf diesem Sektor", meinte Jung und verwies auf das Kreiskrankenhaus, den Gesundheitspark, aber auch Unternehmen wie das Fraunhofer Institut und das Labor Latza.



Am ersten Tag des Forums sollen Unternehmen weit über den Gesundheitsbereich hinaus zusammengebracht werden, erläuterte Ingolf Cavelius von "mundimarketing". Mit 200 Besuchern rechnet er an diesem Tag. Zu den Referenten zählen unter anderem der Ärztliche Direktor der Hochwald-Kliniken, Dr. Klaus Steinbach, und Dr. Alex Witasek vom Ostseebad Binz auf Rügen. Wirtschaftsförderer Vogelgesang sieht in dem Treffen vieler Unternehmensvertreter noch einen weiteren positiven Aspekt für die Stadt: "Wir wollen auf dem Drahtwerk-Nord-Areal auch medizintechnische Unternehmen ansiedeln." Die entsprechenden Besucher können von der Alten Schmelz quasi auf das Gewerbegebiet hinüberschielen.

Starke Referenten habe man auch für den Samstag gewonnen, betonte Cavelius. Witasek werde ein Impulsreferat " Zivilisationskrankheiten" halten. Ihm folgen im Stundenrhythmus Vorträge etwa zu ganzheitlicher Prävention aus zahnärztlicher Sicht, Demenz und Naturheilkunde.

Das erste St. Ingberter Gesundheitsforum in der Mechanischen Werkstatt steht allen Interessierten am Samstag, 6. Juni, von zehn bis 19 Uhr offen. Eintritt: fünf Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei.