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Sportunterricht statt Busfahren

 Im Rahmen der Einweihung der neuen Luitpoldhalle sorgten die Drittklässler für die musikalische Umrahmung. Foto: Bernhard Reichhart
Im Rahmen der Einweihung der neuen Luitpoldhalle sorgten die Drittklässler für die musikalische Umrahmung. Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Erbach. Wenn die Luitpold-Grundschüler bislang zum Sportunterricht wollten, mussten sie zunächst mit dem Bus in Nachbarorte oder zum Sportzentrum fahren, weil ihre Schule keine eigene Halle hatte. Da ging viel Zeit verloren. Nun ist die neue Sporthalle fertig. Sie kann auch von Vereinen genutzt werden. Von SZ-MitarbeiterBernhard Reichhart

Ab sofort brauchen die Schülerinnen und Schüler der Erbacher Luitpoldschule nicht mehr mit dem Bus zum Sportunterricht fahren. Die Kosten für die 15 mal 27 Meter große Turnhalle belaufen sich auf annähernd 1,5 Millionen Euro. Jetzt wurde der Bau im Beisein von Schülern der drei dritten Klassen, Lehrern, Vertretern der Stadt, benachbarter Schulen sowie der Handwerksfirmen offiziell eingeweiht.

Baubeginn für die Luitpoldhalle war im Mai 2012, die Fertigstellung erfolgte im August 2013. Mit der Inbetriebnahme neuen Halle direkt vor der Haustür entfällt der bisherige Fahrdienst für den Sportunterricht ins nahe Sportzentrum sowie in die Sporthallen in Jägersburg oder an der Hohenburgschule, betonte Schulleiter Alexander Ziegler. "Jede Turnstunde ist jetzt wirklich eine Turnstunde und geht nicht mehr durch eine Fahrzeit verloren", freute sich Ziegler. Darüber hinaus bedeute der Wegfall der Busfahrten eine dauerhafte Einsparung von 32 000 Euro pro Jahr für die Stadt. Er dankte der Stadt und dem Stadtrat, der sich trotz schwieriger Haushaltslage einstimmig für den Bau der Halle ausgesprochen habe. "Die Luitpoldschule war die einzige Grundschule in Homburg, die keine Halle hatte", wies Ziegler angesichts der 290 Schüler auf die Notwendigkeit hin. Aber auch die örtlichen Vereine könnten die Halle abends nutzen.

Oberbürgermeister Karlheinz Schöner erinnerte an die schwierige Grundstücksfrage sowie die Diskussion mit Eltern und Lehrerschaft wegen des Standortes für die Halle. Die Entscheidung für den jetzigen Standort in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes nannte er richtig, denn "Sportunterricht soll dort stattfinden, wo auch die Schüler sind". Mit dem Neubau der Halle sei "ein tolles Bewegungsangebot" nicht nur für die Schüler, sondern auch für den Breitensport entstanden. "Es ist keine Veranstaltungshalle oder Eventstätte", machte er deutlich. Mit der Sanierung der Luitpoldschule und dem Neubau der Halle sei hier viel passiert, fügte Schöner hinzu. Doch angesichts der aus allen Nähten platzenden Freiwilligen Ganztagsschule müsse man an der Luitpoldschule weiter investieren. Die Luitpoldhalle ist behindertengerecht, beinhaltet Umkleide- und Duschräume sowie WC-Anlagen für Mädchen und Jungen.

"Die Halle verfügt über die kompletten Ausstattung für Grundschul-Bedarf", betonte Oberbauleiterin Sindy Wendel, die seitens der Stadt für die Baumaßnahme zuständig war. Wie Sportamtsleiter Werner Hoffmann erklärte, sei die neue Halle bereits gut gebucht. So sei sie montags bis freitags zwischen 17 und 21 Uhr bereits an verschiedene Erbacher Vereine und die Narrenzunft vergeben. Für die musikalische Umrahmung der Sporthallen-Eröffnung sorgte die Drittklässler unter Leitung von Susanne Schick und Ricarda Staab.