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SPD für Schulfach "Lebenskompetenz"

Saarbrücken. Die Saar-SPD will im Falle einer Regierungsübernahme nach der Landtagswahl im Zuge eines Modellprojekts an saarländischen Schulen das Wahlfach "Lebenskompetenz" einführen. Das teilte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, der SZ mit

Saarbrücken. Die Saar-SPD will im Falle einer Regierungsübernahme nach der Landtagswahl im Zuge eines Modellprojekts an saarländischen Schulen das Wahlfach "Lebenskompetenz" einführen. Das teilte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, der SZ mit. Zur Begründung sagte sie, die Vermittlung emotionaler und sozialer Kompetenzen sollte - wie die Wissensvermittlung - fester Bestandteil des Schulalltages sein. Junge Menschen sollten "lernen, auch in schwierigen Situationen positiv zu denken, neue Perspektiven zu suchen und Enttäuschungen auszuhalten". Lebenskompetenz und Lebensfreude seien erlernbar. Daher sollte auch die Schule ihren Beitrag dazu leisten. Dabei gehe es insbesondere um das Erkennen von Werten wie Selbstachtung, Respekt, Vertrauen und Unabhängigkeit. Hoffmann-Bethscheider fügte hinzu: "Wir müssen Schule neu denken."Bei der Umsetzung des Konzepts für das neue Fach sollten die Eltern, externe Dozenten sowie die Landesinstitute für Pädagogik und Medien sowie für präventives Handeln einbezogen werden. Dabei könne man auf Erfahrungen mit der Einführung des Wahlfachs "Glück" an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg zurückgreifen, erläuterte die SPD-Politikerin. Dort habe man einen Lehrplan und ein Unterrichtskonzept ausgearbeitet. Nach Angaben von Hoffmann-Bethscheider hat eine wissenschaftliche Begleituntersuchung ergeben, dass Schüler, die in diesem Fach unterrichtet wurden, eine Stärkung ihrer Persönlichkeit erfahren hätten. Selbstvertrauen, Zuversicht und Gemeinschaftsgefühl hätten sich infolge des Unterrichts maßgeblich verbessert. Darüber hinaus hätten sich der "Abbau von Stressfaktoren" und die Steigerung des Wohlbefindens dieser Schüler auch positiv auf deren Gesundheitszustand ausgewirkt. nof