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Gesundheit
Sozialverband VdK sieht Saarland als Modellregion für Hausbesuche

Ein vorbeugender Hausbesuch könnte Senioren helfen, Unfälle zu vermeiden.
Ein vorbeugender Hausbesuch könnte Senioren helfen, Unfälle zu vermeiden. FOTO: dpa / Maurizio Gambarini
Saarbrücken. Der Sozialverband VdK Saarland mit seinen 45 000 Mitgliedern blickt in diesen Tagen voller Bewunderung nach Skandinavien. Der dort seit vielen Jahren praktizierte „präventive Hausbesuch“ von Fachkräften helfe dabei, Unfälle im Haushalt zu vermeiden und Verschlimmerungen bei chronischen Erkrankungen vorzubeugen, teilte VdK-Saar-Pressesprecherin Myriam-Anna Moser gestern mit.

Schließlich wollten die Bundesbürger alle gesund älter werden und möglichst lange in der eigenen Wohnung leben. „Die Menschen in Skandinavien werden im Durchschnitt älter und bleiben länger gesund“, betonte Moser. Die Bundesregierung aus Union und SPD habe sich daher in ihrem Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, den in Skandinavien bewährten „präventiven Hausbesuch“ zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden auch in Deutschland einzuführen.


Der Sozialverband VdK Saarland fordert jetzt, dass das Saarland „Modellregion“ für den „präventiven Hausbesuch“ wird. Der VdK lädt alle Interessierte für Montag, 3. September, 16.30 Uhr, ins Haus der Ärzte (Faktoreistraße 4, Saarbrücken) ein. Anne Gebert vom Kölner Verein „Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung“ werde erklären, welche Chancen der vorbeugende Hausbesuch biete. Peter Springborn, VdK-Geschäftsführer, moderiert die Podiumsdiskussion. Gäste sind: Stephan Kolling (CDU), Saar-Gesundheits-Staatssekretär, Dr. med. Gudula Zimper, Vorstandsmitglied des Saar-Hausärzteverbandes, Magdalena Baspinar-Görlinger als Vertreterin der Pflegestützpunkte, Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der Krankenkasse IKK Südwest und Armin Lang (SPD), Landeschef des VdK Saarland.