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Soundkollagen von intimen und zerbrechlichen Klängen

Saarbrücken. Schlag auf Schlag geht es bei der KünstlerHausMusik. Alle paar Wochen lädt Hans Husel derzeit Gäste ins Atelier in der Karlstraße. Nachdem im April das Bläserduo Doneda-Ostendorf einen sehr ruhigen Abend beschert hatte, gestaltete das Trio Papajo nun ein ungemein abwechslungsreiches Konzert

Saarbrücken. Schlag auf Schlag geht es bei der KünstlerHausMusik. Alle paar Wochen lädt Hans Husel derzeit Gäste ins Atelier in der Karlstraße. Nachdem im April das Bläserduo Doneda-Ostendorf einen sehr ruhigen Abend beschert hatte, gestaltete das Trio Papajo nun ein ungemein abwechslungsreiches Konzert. Zweifelsohne ein Glanzlicht der Reihe, wie es sich die einmal mehr zahlreich erschienenen Freunde des freien Improvisierens wünschen. Jeder in dem Trio ist ein Virtuose und Klangfarben-Erfinder: Der gleichermaßen durch Eleganz und Präzision wie durch skurrile Tonformungen begeisternde Posaunist Paul Hubweber, dann der mit Zupfen und Schlagen ebenso wie mit dem Bogen unorthodox agierende Kontrabassist John Edwards, und nicht zuletzt Schlagzeuger Paul Lovens, ein Meister unkonventioneller Rhythmik mit Vorliebe für metallisch helle Timbres. Nicht alle Tage erlebt man Akteure, die ihr Können derart aufmerksam und wandlungsfähig ins Ensemble einbringen wie Papajo. Oft schienen die Instrumente zu einem Organismus zu verschmelzen. In gleitenden Übergängen formten sich immer neue Soundkollagen von intimen und zerbrechlichen Klängen und Geräuschen bis hin zum Forte mit schrillen Pfiffen - und immer wieder vagabundierten verquere Rhythmen durch die Szenerie. Da ging stellenweise ganz schön die Post ab. Ein pralles Musikerlebnis. uhr Freitag, 22. Mai, 20 Uhr: KünstlerHausMusik (Karlstraße 1) mit Matthias Müller (Posaune) und Christian Marien (Schlagzeug).