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Sonne verwöhnt Maifest-BesucherVerkaufsoffener Sonntag lockt viele in die Geschäfte

Homburg. Drei Tage lang stand Homburg ganz im Zeichen des Maifestes - und arbeitete so erneut an seinem Image als Stadt der Märkte und Feste. Sah es am Freitag bei durchweg schlechtem Wetter und Bindfadenregen bis in den frühen Abend eher nach einem Fehlstart aus, so besann sich der Mai am Samstag und Sonntag seiner Tugenden und schenkte Veranstaltern und Besuchern zahlreiche Sonnenstunden Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg. Drei Tage lang stand Homburg ganz im Zeichen des Maifestes - und arbeitete so erneut an seinem Image als Stadt der Märkte und Feste. Sah es am Freitag bei durchweg schlechtem Wetter und Bindfadenregen bis in den frühen Abend eher nach einem Fehlstart aus, so besann sich der Mai am Samstag und Sonntag seiner Tugenden und schenkte Veranstaltern und Besuchern zahlreiche Sonnenstunden. Erster Höhepunkt des Festreigens: Die offizielle Eröffnung am Freitagabend. In Vertretung von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner, der weilte in der Homburger Partnerstadt La Baule, begrüßte Bürgermeister Klaus Roth die Gäste auf dem historischen Marktplatz, mit dabei und auch mittendrin Saar-Wirtschaftsminister Joachim Rippel. Nach dem Auftakt verlagerte sich das Epizentrum des zunehmend trockeneren Vergnügens auf den Christian-Weber-Platz. Dort stand die traditionelle Wahl zu Miss Homburg auf dem Plan, einer der Vorentscheidungen zur Wahl der Miss Saarland. Insgesamt sieben Kandidatinnen stellten sich der Jury. Die war mit Bürgermeister Klaus Roth, dem Marketingbeigeordneten Axel Ulmcke und dem Leiter des Homburger Kulturamtes, Peter Emser, prominent besetzt. Am Ende konnte Magdalena Wtulich aus Heidelberg die Kür für sich entscheiden - nachdem sie im vergangenen Jahr auf einem undankbaren dritten Platz gelandet war. Zweite und damit Trägerin des Titels "First Model Homburg" wurde Katja Köhler. Auf dem dritten Platz landete Nadine Scherer. Der Samstag gestaltete sich durchweg mehr als freundlich für die Veranstalter. Auf den Bühnen am historischen Marktplatz und auf dem Christian-Weber-Platz gaben sich die Kapellen und Bands die Mikrofone in die Hand, auf dem einen, dem historischen Marktplatz, eher für die ältere Generation, auf dem anderen eher rockig und modern. Kulturamtsleiter Emser zog am Sonntag schon ein vorläufiges und durchweg positives Fazit. "Vor allem am Samstag hatten wir auf beiden Plätzen eine Bombenstimmung. Sowohl Take Five auf dem historischen Marktplatz als auch Still on a Mission auf dem Christian-Weber-Platz haben bis zur Sperrstunde vor Hunderten von Besuchern gespielt. Das war eines der wenigen Maifeste, bei denen die Sperrstunde den Schlusspunkt setzte und nicht die Stimmung der Fans. Die hätten noch weiter gefeiert." Auch am gestrigen Sonntag ließ die Begeisterung der vielen Gäste für das Homburger Maifest nicht nach. Bei Country Music auf dem Christian-Weber-Platz und dem Walking Act Samba Total lieferte die Großveranstaltung den geeigneten Rahmen für den parallel stattfindenden verkaufsoffenen Sonntag. Homburg. Nicht nur das Maifest an sich, sondern auch der parallel laufende verkaufsoffene Sonntag entwickelten sich für Besucher und Gewerbetreibende zu einem Erfolg - glaubt man zumindest den ersten Statements derer, die gestern ab Mittag ihre Ladentüren öffneten. So auch Michael Fichtenmayer von Optik Fichtenmayer in der Eisenbahnstraße: "Ein solcher verkaufsoffener Sonntag lohnt sich in jedem Fall. Und das auch ganz unabhängig vom Wetter." Fichtenmayer attestierte den Aktionstagen, in der Regel gekoppelt an eines der großen Homburger Feste oder einen der zahlreichen Märkte, eine gute Resonanz beim Publikum. "Ich kann jedem nur empfehlen, an einem solchen Tag das Geschäft zu öffnen." Auch die Besucher zeigten sich erfreut über die Möglichkeit, am Maifest-Sonntag shoppen gehen zu können. Sandra Ohlenberg aus Kusel: "Ich muss ehrlich gestehen, ich wusste gar nichts vom verkaufsoffenen Sonntag. Wir sind eigentlich nur wegen des Festes hier. So ist es aber natürlich noch viel besser." Sprach's - und ging mit zwei Einkaufstüten in der Hand auf einen weiteren Beutezug durch die Homburger Geschäfte. Gegen Nachmittag hatte der Besucherstrom seinen Höhepunkt erreicht, über die ganze Innenstadt verteilten sich Einkaufslustige und Vergnügungshungrige und sorgten für "volles Haus" in Homburg. thw