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Nach Fund von toter Frau in Neunkirchen
Sohn der Getöteten soll in Psychiatrie

Neunkirchen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 49-Jährige in Neunkirchen-Furpach seine Mutter getötet hat. Von Michael Beer

Nachdem die Kriminalpolizei am Donnerstag eine 73-Jährige tot in ihrem Haus in Neunkirchen-Furpach aufgefunden hatte, hat die Staatsanwaltschaft am Freitag beim Amtsgericht eine einstweilige Unterbringung des 49-jährigen Sohnes in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Er soll nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei zwischen vergangenem Samstag und Donnerstagmittag im Zustand der Schuldunfähigkeit seine Mutter getötet haben.


Die Rechtsmedizin fand bei dem Opfer Stiche am Hals, mutmaßlich von einer abgebrochenen Glasflasche. Die Staatsanwaltschaft spricht vom dringenden Tatverdacht des Totschlags. Der unter Betreuung stehende Beschuldigte leide an paranoider Schizophrenie. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig. Eine Betreuerin hatte die Polizei alarmiert, weil sie länger nichts von der Rentnerin gehört hatte. Die Beamten fanden den Sohn in der Wohnung, als sie das Haus öffneten.

Im Neunkircher Stadtteil Furpach wird die ehemalige Lehrerin als „sehr nette Frau“ beschrieben. Ihr Sohn war lange nicht mehr gesehen worden. Allerdings soll er schon vor vielen Jahren einmal mit einer Waffe in der Hand im Wohngebiet für Aufregung gesorgt haben. Der Ehemann der getöteten Frau lebt nach Auskunft der Anwohner in einem Pflegeheim.