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Sinzer Kirche in neuem Glanz

Sinz. "Es ist die Vollendung von über 60 Jahren Arbeit", sagte Pfarrer Uwe Janssen gestern anlässlich der Weihe des neuen Altars in der Pfarrkirche St. Dionysius in Sinz. Nach ihrer Zerstörung im Krieg folgte eine lange Zeit des Provosoriums, in der vereinzelte Renovierungsmaßnahmen getroffen wurden Von SZ-Mitarbeiter David Noack

Sinz. "Es ist die Vollendung von über 60 Jahren Arbeit", sagte Pfarrer Uwe Janssen gestern anlässlich der Weihe des neuen Altars in der Pfarrkirche St. Dionysius in Sinz. Nach ihrer Zerstörung im Krieg folgte eine lange Zeit des Provosoriums, in der vereinzelte Renovierungsmaßnahmen getroffen wurden. Jetzt, im Jahr 2012, konnte mit der Neugestaltung des Altarraums die Renovierung der Pfarrkirche endlich abgeschlossen werden.


"Die Kirche hat endlich wieder Flair, auch für nachkommende Generationen". Janssen bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Vereinen und Verbänden sowie bei den Gemeindemitgliedern, die durch ihre Spenden mit dazu beigetragen haben, das Projekt zu stemmen.

Geweiht wurde der Altar durch den Trierer Weihbischof Robert Brahm, der die Gegend durch Firmungen in den Nachbarorten schon kennt, aber zum ersten Mal in Sinz ist. "Hier haben mich am meisten die Menschen bewegt, die die Neugestaltung mit Freude angenommen haben und das Ereignis gebührend feiern."



Beauftragt für den Bau des Altars war der Steinmetz Johannes Räbiger aus Mettlach. Bereits seit 2008 hatte er sich mit der Neugestaltung befasst. Mit zwei Mitarbeitern vollendete er jetzt das Projekt, dessen Kosten sich auf 55 000 Euro belaufen. Dies sei aber immer noch weniger als ein Neubau, der jenseits der 100 000 Euro gelegen hätte, sagte Räbiger. Den Altar hat man nämlich aus der nicht mehr benutzten, mittlerweile abgebrannten Kirche St. Helena in Burbach abgebaut.

Da die Sanierung der Sinzer Pfarrkirche St. Dionysius größere Ausmaße annahm als zunächst gedacht, wurde Architekt Siegbert Barth beauftragt. Er plant mittlerweile schon seit über 30 Jahren für das bischöfliche Generalvikariat des Bistums Trier. "Die Schwierigkeit bei diesem Projekt waren die mehrfachen Veränderungen des ursprünglichen Entwurfs, um das Kostenlimit nicht zu überschreiten", erklärte Barth.

Nach der Weihe feierten die Sinzer im Bürgerhaus in geselliger Atmosphäre mit Blasmusik und vielen Gästen die Neugestaltung. Unter ihnen war Ortsvorsteher Michael Fixemer, der die Renovierung durch die Durchführung der anschließenden Feier unterstützte. "Ich freue mich sehr, den Abschluss eines langen Prozesses zu finden. Es ist ein prächtiger Raum entstanden ", sagte Fixemer auf dem anschließenden Begegnungsfest. Es sei eine Bereicherung für die Sinzer Ortsgemeinschaft, habe doch in der Kirche vorher ein provisorischer Altar gestanden, mit dem sich niemand so richtig habe anfreunden können. "Ich bin sehr stolz darauf, dass Weihbischof Robert Brahm sich die Zeit genommen hat, unsere schöne Ortschaft zu besuchen", sagte Fixemer. Er nutzte den bischöflichen Besuch, um seine Sorge um die Zukunft der Sinzer Kirchengemeinde anzusprechen. So wie Schulen und Kindergärten in kleineren Orschaften geschlossen worden seien, befürchte er dies auch für die Kirchen. Bischof Brahm konnte hier aber versichern, dass es zu keiner Schließung in Sinz kommen werde. "Solange Menschen da sind, die sich in der Kirche versammeln, bleibt die Kirche auch offen." "Es ist ein

prächtiger Raum entstanden."

Michael Fixemer,

Ortsvorsteher von Sinz