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Senioren-Union Saar: Die Politik muss verlässlich sein

Lebach. Das Fernbleiben eines eingeplanten Redners wird von Versammlungen selten mit Heiterkeit quittiert. Anders gestern beim Landesdelegiertentag der saarländischen Senioren-Union in Lebach, wo der angekündigte CDU-Generalsekretär Roland Theis nicht ans Mikrofon trat

Lebach. Das Fernbleiben eines eingeplanten Redners wird von Versammlungen selten mit Heiterkeit quittiert. Anders gestern beim Landesdelegiertentag der saarländischen Senioren-Union in Lebach, wo der angekündigte CDU-Generalsekretär Roland Theis nicht ans Mikrofon trat. Altersmilde wurde dies jedoch toleriert, denn, wie der Landesvorsitzende der Senioren-Union, Günther Schwarz (Foto: Loy), schmunzelnd verriet, sei bei der Planung übersehen worden, dass Theis zur selben Stunde vor den Standesbeamten trat und wohl entschuldigt sei. Dass als Ersatz der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Meiser, gewonnen werden konnte, durfte als Indiz dafür gesehen werden, dass die Senioren-Union, auch als Gegengewicht zum "Unfug des Jugendwahns" (Bundesvorsitzender Otto Wulff), einen passablen Stellenwert in der Mutterpartei CDU genießt. Die Senioren-Union Saar hat knapp 1300 Mitglieder (ab 60 Jahre) in sieben Kreisverbänden. Derzeit ist keiner im Landtag vertreten, aber etliche politisch erfahrene und gut vernetzte Mitglieder sind für jüngere Politiker geschätzte Respektspersonen und Ratgeber im Alltag. Klaus Meiser ermunterte die Delegierten, mit ihrer großen Erfahrung die Identität der CDU Saar zu stärken, vor allem in der so wichtigen Kommunalpolitik.Der alte und neue Vorsitzende Günther Schwarz verlangte von der Politik "Vertrauen und Verlässlichkeit". Es sei ein Gebot politischer Vernunft, in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Desorientierung einen "Kompass für erfolgreiche Zukunftsgestaltung" bieten zu können.


Schwarz wünschte sich, dass die Unionsparteien sich wieder stärker auf ihre Traditionen und Kernanliegen besinnen: Würde des Menschen und Schutz des Lebens an Anfang und Ende, soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Selbstverantwortung. Die "beste Rentengarantie" ist nach Überzeugung des Vorsitzenden "eine solide Finanz- und wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik". wp