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Kommentar
Selbstbewusste Demokraten haben so etwas nicht nötig

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Auf die ausgrenzende Politik der AfD reagieren die etablierten Parteien mit Ausgrenzung. Das kann man natürlich machen, aber die liberale Demokratie hat das nicht nötig. Der Rechtsstaat gerät nicht ins Wanken, wenn der Stadtrat dem Amtsgericht eine Liste mit 68 Bewerbern als Schöffe vorlegt, auf der auch ein AfD-Mann steht. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Man wünscht sich mehr Selbstbewusstsein der staatstragenden Parteien, anstatt die AfD immer wieder in die Opferrolle zu drängen. Eine Rolle, auf die sie angewiesen ist und die sie zum Überleben braucht. Es ist jedenfalls klar, wer sich am meisten freut, wenn ein Gastronom AfD-Anhänger zu unerwünschten Personen erklärt oder ein Stadtrat einen AfD-Mann als potenziellen Schöffen durchfallen lässt: die AfD. Sie sagt „danke“.