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Schnäppchenmarkt mit Kultcharakter

Die Händler, hier Maria und Katharina Saar sowie Agnes und Herbert Wolf aus Bliesen (von links), gaben alten Hausrat für kleines Geld ab. Unbezahlbar waren nur Plätze im Schatten. Foto: mcp
Die Händler, hier Maria und Katharina Saar sowie Agnes und Herbert Wolf aus Bliesen (von links), gaben alten Hausrat für kleines Geld ab. Unbezahlbar waren nur Plätze im Schatten. Foto: mcp FOTO: mcp
Nohfelden/Eckelhausen. Die Sonne brennt, es wird gefeilscht und begutachtet. Von Kinderklamotten über antike Möbel bis hin zu Geschirr – der Antik- und Trödelmarkt in Eckelhausen hatte eine Menge zu bieten. So lockte er am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher an. Von SZ-MitarbeiterinMarie Claire Piroth

Nicht nur die Ware der verschiedenen Händler, sondern auch der Flohmarkt an sich hat schon so manch schöne Geschichte geschrieben. Bekanntschaften werden geschlossen, Freundschaften entwickeln sich. Schon seit mindestens zehn Jahren treffen sich die drei Freundinnen Gudrun Lion, Hildegard Kruchten und Ludmilla Streit auf dem Markt, um ihre ausrangierten und geerbten Haushaltswaren zu verhökern. Immer zur gleichen Zeit, am gleichen Ort. "Das ist schon zu einer richtig kleinen Tradition geworden. Wir freuen uns jedes Jahr auf dieses Freundinnen-Wochenende", berichten die drei Hobby-Händlerinnen, die sich wegen der Hitze in den Schatten ihres Zeltes zurück gezogen haben. "Es war zwar schon oft richtig warm, aber so heiß und extrem wie in diesem Jahr war es glaub ich noch nie", sagte Kruchten.

Die Hitze schrecke auch einige Besucher ab, so Herbert Wolf aus Bliesen. Dazu käme noch die Konkurrenz durch zahlreiche andere Feste, die momentan in der näheren Umgebung stattfänden. Seit schätzungsweise sechs Jahren nimmt er mit seinem Stand am Flohmarkt teil und verteidigt zum vierten Mal in Folge seinen Standplatz. Auf dem von ihm liebevoll aufgebauten und dekorierten Stöbertisch lässt sich allerhand Nützliches für den Alltag finden.

Er ist optimistisch und hofft, dass sich sein Tisch bis Ende des Tages leeren wird, damit er nichts mehr einpacken und mit nach Hause nehmen muss. "Es ist zwar deutlich weniger los als in den vorherigen Jahren, aber vielleicht verschlägt es noch ein paar Schaulustige zu uns, wenn es sich erst einmal ein bisschen abgekühlt hat."