| 00:00 Uhr

Schmidt macht Winterbach fit

Winterbach. Die Sportfreunde Winterbach gehen mit einem neuen Spielertrainer in die Spielzeit 2013/14 der Landesliga Nord. Mit Mike Schmidt steht ein in Winterbach aufgewachsener 26-Jähriger ab sofort in der sportlichen Verantwortung. Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Mike Schmidt hat wieder richtig Lust auf Fußball. Seit Vorbereitungsbeginn ist der 26-Jährige, der in Winterbach aufgewachsen ist, neuer Spielertrainer bei seinem Heimatverein, den Sportfreunden aus der Landesliga Nord. "Es macht richtig Spaß, wir haben eine tolle Truppe, die sehr willig ist", berichtet Schmidt. "Momentan versuchen wir ganz viele Sachen, vor allem im taktischen Bereich."

Dabei war Schmidt in den vergangenen Jahren eigentlich die Lust auf Fußball ein wenig vergangen. Bei seinen letzten drei Spielerstationen hatte der ehemalige Jugend-Regionalliga-Akteur von Borussia Neunkirchen mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Egal ob beim SC Friedrichsthal, dem FC Wiesbach (beide Saarlandliga) oder als Spieler nach seiner Rückkehr 2011 nach Winterbach - immer wieder setzten ihn Bänder- oder Knieverletzungen außer Gefecht. Hinzu kam noch Stress im Beruf. Schmidt führt mit seinem Vater ein kleines Bauunternehmen. Vergangenes Jahr spielte er deshalb überhaupt nicht mehr.

Doch als die Sportfreunde bei ihm anfragten, ob er die Nachfolge des scheidenden Spielertrainers Daniel Kallus antreten wolle, entfachten sie wieder das Fußball-Feuer in ihm. "Zuerst wollte ich eigentlich selbst nicht mehr spielen und nur Trainer machen, doch jetzt juckt es wieder. Ich will mich fit machen und der Mannschaft als Innenverteidiger helfen", berichtet Schmidt.

Ganz neu ist für ihn die Aufgabe als Trainer in Winterbach übrigens nicht. Schon im Frühjahr 2011 war er nach dem Rücktritt des damaligen Spielertrainers Björn Tarillon für einige Wochen in der sportlichen Verantwortung.

In seiner ersten vollen Spielzeit als Trainer möchte er mit dem Vorjahres-Achten ein Stück weiter nach vorne in der Tabelle. "Wenn wir am Ende so um Rang fünf herum landen würden, wäre das eine gute Sache", meint Schmidt. Dabei mithelfen sollen vier Neuzugänge: Von Saarlandliga-Absteiger FC Palatia Limbach kam der defensive Mittelfeldspieler Erdem Acar. Er spielte genau wie Christian Stamm (der Außenverteidiger kam vom FC Niederlinxweiler nach Winterbach) gemeinsam mit Schmidt in der Jugend von Borussia Neunkirchen. Ebenfalls neu sind Mittelfeldspieler Marcel Greff (vom FC Marpingen) und Offensiv-Akteur Maurice Horne (vom SV Wolfersweiler). Verlassen haben Winterbach mit Iskender Cetin (Ziel unbekannt) und Marc Haupert (SV Bliesen) lediglich zwei Spieler.

Zurückhaltung in Grügelborn

Größer war die Fluktuation beim Tabellen-Fünften der Vorsaison. Den SV Grügelborn haben insgesamt zehn Spieler verlassen, neun Neue sind hinzu gekommen. Unter den Abgängen sind mit Roland Rein (Spielertrainer SG St. Wendel), Benjamin Seibert (SV Gehweiler) und Sebastian Schug allerdings nur drei Stammkräfte der ersten Mannschaft. "Vor allem der Verlust von Roland Rein schmerzt uns natürlich", sagt Grügelborns Sportlicher Leiter Armin Schmidt. Bekannteste Neue bei seinem Team sind Dennis Bala und Pascal Hubertus vom Verbandsligisten FC Freisen. Ohne Leistungsträger Rein glaubt Schmidt nicht daran, dass seine Mannschaft den fünften Platz aus der Vorsaison wiederholen kann. "Wir müssen wohl kleinere Brötchen backen. Priorität hat erst mal der Ligaverbleib" so Schmidt. Allerdings konnte Grügelborn in der Vorbereitung schon gute Ergebnisse erzielen. Unter anderem gab es einen 5:1-Erfolg gegen Verbandsliga-Aufsteiger FC Hellas Marpingen.