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Schillerndes Polit-Spektrum

Wadern Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Wadern. Schon heute ist Wadern eine der Kommunen mit dem breitesten politischen Spektrum im Stadtrat: Neben den beiden "großen" Parteien CDU und SPD sind seit 2004 gleich zwei Bürger-Vereinigungen im Rat vertreten: Die Liste Pro Hochwald, die aus einer Bürgerinitiative gegen die Errichtung eines Biomasse-Kraftwerkes bei der Firma Homanit entstanden ist, schaffte auf Anhieb den Sprung in den Rat.Zwei "kleine" FraktionenDort schon länger vertreten ist die Freie Wähler-Gemeinschaft, die in der zu Ende gehenden Amtsperiode des Rates mit der CDU zusammen eine Koalition mit Stimmenmehrheit bildete.Nach dem Wahlgang am 7. Juni könnte das Polit-Mosaik im Stadtrat noch schillernder werden: Neben den etablierten politischen Kräften treten gleich drei neue Parteien zur Wahl an. Ebenfalls aus einer Bürgerinitiative heraus entstanden ist der neu gegründete Stadtverband Bündnis90/Die Grünen. In ihm finden sich viele Aktivisten aus der BI zur Erhaltung des denkmalgeschützten Dagstuhler Bahnhofes wieder. Linke erstmals dabeiDie FDP tritt ebenfalls wieder an, ihr könnte der Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde zum Sprung in den Stadtrat verhelfen. 2004 erreichten die freien Demokraten 3,6 Prozent - ein Ergebnis, mit dem jetzt durchaus ein Stadtratssitz drin sein könnte. Auch die Linken sind in Wadern präsent. Wie hoch ihr Stimmenanteil sein wird, ist eine der spannenden Fragen, auf die es erst am 7. Juni eine Antwort geben wird.Zuletzt sorgten in der Hochwaldstadt vor allem die Ansiedlung von Discount-Märkten auf dem ehemaligen Postgelände in Wadern sowie der geplante, aber durch Bürgerproteste verhinderte Abriss des alten Dagstuhler Bahnhofes für Diskussionen. Auch die Entwicklung der Innenstadt und die Verkehrs-Infrastruktur sind wichtige Themen.