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| 21:34 Uhr

Nonnweiler
Saarland Vorreiter bei Schulleiter-Fortbildung

Nonnweiler. Ein von Experten entwickeltes Projekt für Rektoren soll nun bundesweit angeboten werden.

Als erstes Bundesland hat das Saarland den Leitern seiner allgemeinbildenden Schulen eine spezielle Weiterbildung angeboten. Dazu hatte das saarländische Bildungsministerium zusammen mit der Deutschen Schulakademie in Berlin ein Konzept namens „Werkstatt ‚Schule leiten’“ entwickelt. Die erste Werkstattreihe, an der 34 Leiter von 17 Schulen teilnehmen konnten, wurde gestern in der Europäischen Akademie in Otzenhausen abgeschlossen. Die Deutsche Schulakademie will das Projekt nun bundesweit anbieten.

Im Rahmen der zweijährigen Fortbildung hatten die Schulleiter die Gelegenheit, ein Reformvorhaben für ihre Schule zu bestimmen und direkt umzusetzen. Das konnte zum Beispiel die Einführung einer Feedback-Kultur oder das Etablieren von Kommunikations- und Kooperationsstrukturen sein. Zeit zur Umsetzung war zwischen den fünf zweitägigen Bausteinen, in denen die Schulleiter von Experten angeleitet wurden. Zusätzlich gab es zwei Netzwerksitzungen, die sich aus je vier bis fünf Schulen zusammensetzen, und Gruppen-Coachings. Außerdem gab es die Möglichkeit, an einer Schule zu hospitieren, die den von der Akademie ausgelobten Deutschen Schulpreis gewonnen hat.

Die Projektleiter Cornelia von Ilsemann und Wilfried Kretschmer von der Deutschen Schulakademie betonten, dass das, was vor Ort in den Schulen passiert, mindestens genauso wichtig ist wie das, was in den Bausteinen passiert. „Im Kern geht es darum, dass sich in den Schulen wirklich was verändert und nicht nur in den Köpfen der Menschen, die hier teilnehmen. Ihre Praxis soll sich genauso verändern“, sagte von Ilsemann. Dass das Reformvorhaben für jede Schule unterschiedlich ausfiel, war für von Ilsemann keine Überraschung: „Das Besondere aber war, dass zwar alle Visionen unterschiedlich ausfielen, aber die Grundmerkmale, was eine gute Schule ausmacht, für alle gleich waren.“

Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot (SPD) zeigte sich  begeistert: „Die Schulen im Saarland müssen vielfältige Anforderungen bewältigen. Insbesondere den Schulleitungen kommt dabei eine entscheidend wichtige Aufgabe zu. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir als erstes Bundesland gemeinsam mit der Deutschen Schulakademie neue Wege bei der Schulleiterfortbildung gehen.“

Auch die Teilnehmer berichteten von den Erfahrungen, die sie sammeln konnten. „Es war wirklich ein Gewinn in jeder Hinsicht“, sagte Elisabeth Haupenthal, die stellvertretende Leiterin der Gemeinschaftsschule Dudweiler. Für Uwe Peters, den Direktor des Robert-Schuman-Gymnasiums in Saarlouis, war die Hospitation an einer Preisträgerschule hilfreich: „Diese Schulen haben die gleichen Probleme, aber sie haben Strukturen, die effektiv sind, um damit umzugehen.“