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Sulzbach
Land gibt geplantes Flüchtlingsheim auf – Kosten von 1,6 Millionen Euro

 Das ehemalige Bergarbeiterheim der RAG in Sulzbach.
Das ehemalige Bergarbeiterheim der RAG in Sulzbach. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Als noch überhaupt nicht klar war, wohin die Reise geht, kam Innenminister Klaus Bouillon (CDU) nach Sulzbach, um offiziell ein großes Gebäude in Betrieb zu nehmen: die Flüchtlingsunterkunft auf der Hirschbach, geeignet als Wohn- und Schlafstätte für 420 Männer, Frauen und Kinder als Dependance zur Erstaufnahmestelle in Lebach. Von Michèle Hartmann

Heute gibt das Land die Unterkunft auf. Der Mietvertrag läuft Ende dieses Monats aus, wie die SZ auf Anfrage vom Innenministerium erfuhr. Die Kosten für die leerstehende Immobilie über die Laufzeit von drei Jahren beziffert das Ministerium mit zirka 1,6 Millionen Euro. Auf die Frage, ob das Ministerium von einer absehbar wieder steigenden Zahl von Flüchtlingen ausgeht, hieß es, dass die „Entwicklung des Zugangsgeschehens“ von vielen Faktoren abhänge. Man könne keine Prognose abgeben. Allerdings: „Die aktuellen Zugänge erfordern zum jetzigen Zeitpunkt kein Vorhalten von Reserveunterkünften.“ Die Waschmaschinen und Trockner im Keller der Flüchtlingsunterkunft sowie das Mobiliar soll nun in Lebach Verwendung finden. Die RAG überlegt derweil, ob die Immobilie wieder vermarktet werden soll.