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Reisedoku „Verrrückt nach Meer“
Saarländischer Magier fährt um die Welt

Der Saarbrücker Zauberer Kalibo alias Kai Oliver Borchers fährt auf den Philippinen eine Fahrrad-Rikscha.
Der Saarbrücker Zauberer Kalibo alias Kai Oliver Borchers fährt auf den Philippinen eine Fahrrad-Rikscha. FOTO: Kalibo
Saarbrücken. Für die ARD-Reisedoku „Verrückt nach Meer“ reist er um die Welt: der Saarbrücker Zauberer Kalibo. Gerade ist er wieder aufgebrochen. Von Christina Korb-Völke

Die achte Staffel der ARD-Reisedoku „Verrückt nach Meer“ hat begonnen. Und in Hongkong geht bald wieder ein Saarländer an Bord des Kreuzfahrtschiffes: Zauberer Kalibo. Schon seit der ersten Folge der ersten Staffel ist Kai Oliver Borchers, so sein bürgerlicher Name, immer wieder als einer der Protagonisten mit dabei – 2018 feiert er nun sein zehnjähriges Jubiläum.


Dabei startete die Reise für ihn nicht gerade gut: „Meine persönliche Katastrophe war, dass in Hongkong mein Koffer nicht da war“, berichtet Kalibo. Aber dann tauchte sein Gepäck mit den Auftritts-Klamotten doch noch rechtzeitig zur Abfahrt des Schiffes wieder auf.

Während die Passagiere auf der Reise nach Sydney ihren Urlaub genießen, haben die TV-Macher viel zu tun: „Die Dreharbeiten sind anstrengend“, sagt Kalibo. Oft seien sie zehn bis zwölf Stunden am Tag im Einsatz. Zudem müsse man auch als Künstler gelegentlich zusätzliche Aufgaben übernehmen und zum Beispiel in die Rolle eines Reiseleiters schlüpfen.



Die Handlung der einzelnen Folgen sei vorab nicht geplant. „Alles, was passiert, ist echt“, sagt der Saarbrücker. Ein Drehbuch gebe es nicht. So habe das Schiff auf der Kreuzfahrt kurzfristig einen Hafen nicht anlaufen können, und die Passagiere erlebten starken Seegang. Es würden sich immer wieder neue Geschichten ergeben. Zudem lerne er immer wieder Orte kennen, an denen er noch nicht war oder entdecke bekannte Ziele neu.

Zu Kalibos persönlichen Highlights der aktuellen Reise gehört sein Landgang in Papua Neuguinea: Dort habe er am Strand für die Kinder eines kleinen Dorfes gezaubert: „Das war ein unglaublich bewegender Moment.“ Und auf den Philippinen sei er mit Bordarzt Winni Rikscha gefahren und habe dabei den kompletten Verkehr lahmgelegt. Mit ihm und vielen anderen Protagonisten verbinden Kalibo inzwischen auch private Freundschaften, sagte er.

Ursprünglich habe er die Verantwortlichen übrigens bereits nach der zweiten Staffel gefragt: „Was wollt ihr denn noch über mich erzählen?“ Doch dann wurde dem Saarbrücker klar, dass sich in der Serie wie im richtigen Leben bestimmte Abläufe wiederholen, ohne dass sie alltäglich werden. Für ihn ist das auch ein Grund, warum die Serie so beliebt ist.

Auch 2019 wird Kalibo wieder an Bord der beiden Schiffe gehen, auf denen die TV-Doku gedreht wird. Dann reist er – diesmal jedoch ohne von Kameras begleitet zu werden – nach Norwegen, ins Mittelmeer, nach Südafrika und von Japan nach Russland. Sein Terminkalender sei einfach zu voll gewesen, um auch bei diesenn Dreharbeiten dabei zu sein. Aber in der zehnten Jubiläums-Staffel möchte er gerne wieder mitspielen. Doch zuerst wartet er nun – wie die Zuschauer– darauf, dass „seine“ Folgen gesendet werden: „Die Frage ist immer, was ausgestrahlt wird“, sagt er – und ist gespannt.

Die TV-Doku „Verrückt nach Meer“ wird von montags bis freitags um jeweils 16.10 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Kalibo zaubert mit Kindern auf Papua-Neuguinea.
Kalibo zaubert mit Kindern auf Papua-Neuguinea. FOTO: Kalibo