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KÜS Data
Ein Rechenzentrum für sechs Gemeinden

Das Rechenzentrum der KÜS in Losheim.
Das Rechenzentrum der KÜS in Losheim. FOTO: Dieter Ackermann
Losheim/Wadern. Das Unternehmen KÜS Data soll künftig die Daten mehrerer nordsaarländischer Kommunen bewachen.

Sechs nordsaarländische Kommunen wollen ihre Daten künftig im Rechenzentrum des Unternehmens KÜS Data lagern. Das moderne Gebäude in Losheim an der B268 war gebaut worden, um Millionen Kundendaten der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) zu sichern. Beteiligt an dem Projekt sind Nonnweiler, Losheim, Perl, Weiskirchen, Wadern und Freisen. Startschuss für das Projekt ist am 20. September.


Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler (Pro Hochwald) begründete die Zusammenarbeit mit den gestiegenen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. „In unseren Räumlichkeiten sind hierzu sehr hohe Investitionen notwendig, die letztendlich auch nicht einmal annähernd den gleichen Schutz bieten würden, wie dies in einem modernen hochsicheren Rechenzentrum der Fall ist“, sagte er der SZ. Daher überlege man, möglichst alle Daten dorthin auszulagern: Melde­informationen, Finanzdaten, Steuerdaten, Führerscheindaten und so weiter. Dies spare auch Wartungskosten.

Die Landesregierung will den Kommunen eine Möglichkeit bieten, ihre Daten in einem noch zu errichtenden Landesrechenzentrum sicher aufbewahren zu lassen. Allerdings sagt Kuttler: „Ob dies nun in einem Landesrechenzentrum oder in einem privaten Rechenzentrum umgesetzt wird, ist erst einmal nachrangig.“ Durch die schnellen Verbindungen der Rechenzentren untereinander sei es ohne Bedeutung, ob der Server im Schrank nebenan im gleichen Rechenzentrum oder im Schrank in einem anderen Rechenzentrum stehe. „Wichtig ist hier alleine die Sicherheitsstufe des Rechenzentrums, um die Daten zu schützen“, so Kuttler. Hier würden an die privaten Anbieter dieselben Anforderungen gestellt wie an öffentliche Rechenzentrumsbetreiber. Kuttler: „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, also die rechtlichen Vorgaben und Normen eingehalten werden, gibt es keinen Grund, nicht auf Dienstleistungen von privaten Anbietern zurückzugreifen.“