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Musikalischer Nachwuchs
Saarländerin bei „The Voice“ im Halbfinale

Filiz Arslan gehört bei „The Voice“ zu den zwölf besten Talenten.
Filiz Arslan gehört bei „The Voice“ zu den zwölf besten Talenten. FOTO: Richard Hübner / SAT.1/ProSieben/Richard Hübner
Ensdorf. Am kommenden Sonntag ab 20.15 Uhr singt Filiz Arslan auf Sat 1 um den Einzug ins Finale. „Ich kann nicht schlafen“ heißt ihr Titel. Marko Völke

Trotz Erkältung und starker Konkurrenz: Filiz Arslan aus Ensdorf hat es ins Halbfinale von „The Voice Of Germany (TVOG)“ geschafft. Damit gehört die 20-Jährige zu den zwölf besten Talenten der TV-Sendung, die am Sonntag ab 20.15 Uhr auf Sat1 um den Einzug ins Finale singen. Dabei habe sie es schon fast aufgegeben, in einer Casting-Show mitzumachen, verrät sie im SZ-Gespräch. Bereits mit 16 habe sie sich erfolglos unter anderem für „Deutschland sucht den Superstar“ und „TVOG“ beworben. Aber sie entschied sich, es doch noch einmal zu versuchen – mit Erfolg.



In den vergangenen Wochen war Arslan immer wieder in der Sendung zu sehen; auf der Straße wurde sie deshalb oft angesprochen: „Es ist schön, wenn man wegen dem erkannt wird, was man gerne macht.“ Gleichzeitig sei es jedoch immer schwerer für sie geworden, nicht zu verraten, wie weit sie es in den vorab aufgezeichneten Folgen geschafft hat.

Die Deutschtürkin wurde im Saarland geboren und hat dort auch ihre ersten musikalischen Erfahrungen gesammelt. In der Erweiterten Realschule in Wallerfangen war sie zunächst in der Gitarren-AG, dann im Chor und in der Schulband. Mit 13 gründete sie ihren eigenen Youtube-Kanal, in den sie regelmäßig Coversongs einstellt. „Inzwischen habe ich über 11 000 Abonnenten“, sagt sie stolz. Vor großem Live-Publikum ist Arslan – im Gegensatz zu vielen anderen ihrer „TVOG“-Mitbewerber – vorher noch nicht aufgetreten.

Für den Live-Auftritt am Wochenende habe sie sich aber nicht speziell vorbereiten müssen: „Ich habe meinen Song auswendig gelernt. Ansonsten singe ich ja sowieso 24 Stunden am Tag“, sagt sie lächelnd. Arslan geht mit dem eher weniger bekannten Titel „Ich kann nicht schlafen“ von Amanda ins Rennen. Seit Dienstag ist sie nun bereits in Berlin. Dort stehen Drehs, Interviews, Proben und Treffen mit ihren Gesangslehrern auf ihrem Zeitplan. Zudem freut sie sich darauf, ihren prominenten Coach Mark Forster wiederzusehen: „Bei ihm ins Team zu gehen, war genau die richtige Wahl.“

Nach ihrem Realschulabschluss hat die Ensdorferin eine Ausbildung zur Kauffrau im Dialogmarketing bei der Telekom in Saarbrücken begonnen, dann aber für ihren großen Traum abgebrochen: „Jetzt oder nie“, lautet ihr Motto. „Ich finde es sehr schön im Saarland und freue mich, immer wieder hier zu sein“, sagt sie.

Wenn alles klappt, wird sie jedoch nach dem Finale am 17. Dezember viel unterwegs sein. Denn die beiden Halbfinalisten, die die meisten Zuschauerstimmen bekommen, und die Finalisten gehen ab Ende Dezember auf große Deutschland-Tour. Hier dabei zu sein, ist das große Ziel der Ensdorferin. Sie geht jedoch davon aus, dass es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihrem Teamkollegen Benedikt Köstler und ihr kommen wird. Deshalb hofft sie auf die tatkräftige Unterstützung der Saarländer.