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| 20:39 Uhr

Direktor des Jahres
Saarländer holt Hotelkrone auf Kuba

Dort leben und arbeiten wo andere Urlaub machen. Seit fast einem Jahr leitet der Saarländer Klaus Herrmann das Hotel „Roc Barlovento“ in Varadero auf Kuba. Nun wurde der 55-Jährige zum Direktor des Jahres gewählt.
Dort leben und arbeiten wo andere Urlaub machen. Seit fast einem Jahr leitet der Saarländer Klaus Herrmann das Hotel „Roc Barlovento“ in Varadero auf Kuba. Nun wurde der 55-Jährige zum Direktor des Jahres gewählt. FOTO: Klaus Herrmann
Varadero. Hotelmanager Klaus Herrmann aus Schmelz wurde von der Hotelkette „Roc Hotels“ zum Hoteldirektor des Jahres gewählt. Als erster Ausländer überhaupt. Von Stephanie Schwarz

Eigentlich sollte es ein normales Direktoren-Meeting der spanischen Hotelkette „Roc Hotels“ in Havanna auf Kuba werden. Das dachte jedenfalls der saarländische Hotelmanager Klaus-Dieter Herrmann, der das Roc Barlovento in Varadero auf Kuba leitet.

Doch es kam ganz anders. Der Präsident der Hotelkette hatte Herrmann während des Treffens einen rot-schwarzen Rucksack geschenkt, erzählt der 55-Jährige. Er habe sich gefreut, sich bedankt und ihn erst einmal zur Seite gestellt. Nichts ahnend was sich Wichtiges darin befindet. „Der Präsident sagte mir daraufhin, ich solle doch mal in den Rucksack hineinsehen. Ich öffnete ihn und sah darin die Urkunde Hoteldirektor des Jahres. Ich war sehr überrascht.“

Ein Mal im Jahr wählt die Hotelkette ihren „Director del ano“ und die Wahl fiel auf Herrmann. Ein Saarländer, der auf Kuba zum Direktor des Jahres gewählt wird – das allein klingt schon kurios. Besonders ist aber vor allem: Noch nie habe ein nicht-spanischer Hotelmanager die Auszeichnung der spanischen Hotelkette erhalten, erklärt Herrmann. Und der Saarländer arbeitet erst seit etwa acht Monaten in dem Luxus-Hotel direkt an der Atlantikküste auf der schmalen, etwa 20 Kilometer langen kubanischen Halbinsel Hicacos – etwa 120 Kilometer östlich von Havanna. Das spanische „Roc“-Unternehmen besitzt insgesamt 23 Hotels in Spanien und auf Kuba. Der 55-Jährige hat sich also gegen 22 weitere Konkurrenten erfolgreich durchgesetzt.

An der Spitze luxuriöser Hotels kennt sich der Saarländer gut aus. Gran Canaria, Miami, Kuba – der Weltenbummler hat schon in vielen Urlaubshochburgen Hotels geleitet. Auch im Saarland kennt man ihn als ehemaligen Manager des kleinsten Fünf-Sterne-Hotels Deutschlands – der luxuriösen Villa Almarin in St. Ingbert. Er leitete das Hotel in der etwa 100 Jahre alten Jugendstilvilla ab der Eröffnung im Februar 2015 für fast eineinhalb Jahre, bis es ihn dann ins Ausland zog.

Heute arbeitet der gebürtige Schmelz-Limbacher auf Kuba. Er genieße die schöne Landschaft und das Meer vor der Haustür: „Land und Leute auf Kuba muss man einfach erlebt haben. Es ist eine ganz andere, aber wunderschöne Welt“, sagt Herrmann. Deutsche würden hin und wieder Urlaub in seinem Hotel machen. Aber erst kürzlich seien die ersten Saarländer – aus Hasborn – zu Gast gewesen. „Es war wirklich toll endlich wieder Saarländisch zu schwätzen“, sagt der 55-Jährige.

Er vermisse natürlich seine Heimat, vor allem die saarländischen Spezialitäten. Die kubanische Hotelküche bekäme durch ihn langsam einen saarländischen Einfluss. Aber es halte sich in Grenzen, sagt Herrmann: „Im Urlaub will man die Landesküche kennenlernen und nicht Gerichte aus dem eigenen Land essen.“ Momentan könne er sich erst einmal nicht vorstellen ins Saarland zurückzukehren, sagt er weiter: „Vielleicht schaffe ich es zur Rente zurück ins Saarland.“ Was er jedoch am meisten vermisse ist eine typisch saarländische Spezialität: „Ich würde so gerne mal wieder einen Lyoner essen. Die gibt es hier nicht.“

Klaus Herrmann steht die Freude über die Auszeichnung ins Gesicht geschrieben.
Klaus Herrmann steht die Freude über die Auszeichnung ins Gesicht geschrieben. FOTO: Klaus Herrmann