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Innerparteilicher Machtkampf
Saarbrücker Linke schlagen Lafontaine Basis-Entscheid vor

Saarbrücken. Im Machtkampf bei den Saar-Linken gibt es nun einen Kompromissvorschlag, um Oskar Lafontaine entgegenzukommen. Der Landtags-Fraktionschef fordert für Listenaufstellungen die Einführung eines Delegiertensystems anstelle der Mitgliederversammlungen, die er für manipulationsanfällig hält. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Die Mehrheit des Landesvorstandes lehnt diese Forderung ab. Saarbrücker Linke schlagen nun eine Mitgliederbefragung über diese Frage vor. „Wie auch immer man das Delegiertenprinzip als solches bewerten mag: Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass diese Detailfrage zum Stolperstein wird, an dem die Partei zerbricht“, sagte Peter Buwen, der Sprecher der 2016 gegründeten „Basisorganisation Saarbrücken“. Nach seiner Beobachtung sei zwar eine Mehrheit der Saarbrücker Mitglieder gegen das Delegiertenprinzip, das könne aber landesweit durchaus anders sein.