Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 21:19 Uhr

Saarbahn: Streik stört Verkehr

Saarbrücken. Sie wollten warnen und um Verständnis für ihre Haltung im Konflikt mit der GDL werben - Peter Edlinger, Chef der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS), der Mutter von SBB, und Norbert Reuter, Chef von SBB, erläuterten gestern, warum sie der GDL nicht nachgeben. Den Hintergrund beschrieben sie wie folgt: Am 27 Von SZ-Redakteur Jörg Laskowski

Saarbrücken. Sie wollten warnen und um Verständnis für ihre Haltung im Konflikt mit der GDL werben - Peter Edlinger, Chef der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS), der Mutter von SBB, und Norbert Reuter, Chef von SBB, erläuterten gestern, warum sie der GDL nicht nachgeben. Den Hintergrund beschrieben sie wie folgt: Am 27. April schlossen Verdi und die ÖPNV-Firmen des Landes einen Tarifvertrag, den TVN-Saar. Darin sicherten die Firmen ihren bisherigen Mitarbeitern zu, dass deren Löhne und Gehälter bestehen bleiben und rückwirkend ab 1. Januar um 3,7 Prozent erhöht werden. Dafür akzeptierte Verdi, dass alle künftig einzustellenden Mitarbeiter landesweit nach einem insgesamt niedrigeren Tarif-Gefüge bezahlt werden. Edlinger: "Mit Löhnen und Gehältern, die uns konkurrenzfähig bleiben lassen.""15 Prozent mehr"SBB hoffte, die GDL werde sich dem TVN anschließen. Doch die GDL will einen Extra-Tarifvertrag, der dafür sorgt, dass ihre Mitglieder bei SBB genauso viel verdienen wie die Lokführer der Deutschen Bahn (DB). SBB hat rund 70 Triebwagen-Fahrer (TF), etwa 30 sind Verdi-Mitglieder und unterliegen dem TVN. Etwa 40 sind bei der GDL. Reuter: "Wenn diese 40 so bezahlt würden wie Lokführer der DB, dann bekämen sie Gehaltserhöhungen von bis zu 15 Prozent."Edlinger nennt die GDL-Forderung "völlig überzogen". Die VVS mache im ÖPNV jährlich rund 16 Millionen Euro Verlust und versuche verzweifelt, das mit Einnahmen aus anderen Geschäftsbereichen auszugleichen. Der GDL nachzugeben, würde all diese Bemühungen torpedieren und wäre außerdem - wie Edlinger meint - "ungerecht". Denn die Anforderungen an Lokführer bei der DB und Triebwagen-Fahrer bei SBB seien "nicht vergleichbar". Edlinger: "Die Ausbildung bei der DB dauert drei Jahre, bei uns vier Monate - genau wie bei unseren Busfahrern." Im Wechsel auch im BusUnd die Aufgaben von Triebwagen- und Busfahrern bei SBB seien ähnlich: "Unsere TF müssen 32 Gleiskilometer kennen, vier teilen sie mit anderen Verkehrsteilnehmern. Die Busfahrer haben das auf ihrer gesamten Strecke. Ich verstehe nicht, warum die GDL verlangt, dass wir bei SBB für gleichwertige Arbeiten verschiedene Gehälter zahlen. Zumal etwa 30 unserer Triebwagen-Fahrer im Wechsel auch unsere Busse steuern."SBB habe sich auf Streiks vorbereitet, zusätzliche Busse gemietet und mehr Leute für den Bereitschaftsdienst eingeteilt.