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Verkehr
Ministerium will Licht in den „toten Winkel“ bringen

Der sogenannte tote Winkel ist der von Pkw- oder Lkw-Fahrer trotz Rückspiegels nicht einsehbare Bereich seitlich des Fahrzeugs.
Der sogenannte tote Winkel ist der von Pkw- oder Lkw-Fahrer trotz Rückspiegels nicht einsehbare Bereich seitlich des Fahrzeugs. FOTO: dpa / Klaus-Dietmar Gabbert
Saarlouis. Das Saarland fördert die korrekte Spiegeleinstellung bei Lkw, um das Risiko von Abbiegeunfällen zu verringern. Jedes Jahr passieren etliche folgenschwere Unfälle mit Fußgängern und Fahrradfahrern, die von abbiegenden Lkw-Fahrern übersehen werden. Von Mauritius te Dorsthorst

Grund dafür ist meist ein sogenannter toter Winkel bei den Lkw-Fahrern. Dabei kann eine gute Rundumsicht Abhilfe schaffen und das Risiko von schweren Unfällen im Straßenverkehr minimieren. Als Gegenmaßnahme stellt das saarländische Verkehrsministerium nun eine sogenannte Spiegelplane zur Verfügung. Mithilfe der Plane sollen die Fahrer überprüfen können, ob ihre Spiegel richtig eingestellt sind. Neben der Plane bietet das Ministerium Speditionsfirmen sowie Behörden und Unternehmen zudem eine Schablone an, die eine korrekte Ausrichtung der Spiegel erleichtern soll.


Nach Angaben von Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) sind rund zwei Drittel der Spiegel von Lastkraftwagen falsch ausgerichtet. Dabei würde eine Korrektur nur zwei Minuten dauern. „Allerdings ist ein restlicher toter Winkel unvermeidlich“, erklärte Rehlinger gestern in Saarbrücken. Daher sei eine flächendeckende Einführung eines Abbiegeassistenten notwendig, welche von der Bundesregierung für 2022 geplant sei. Bis dahin aber bietet die Schablone eine „schnelle und kostengünstige Lösung“, so die Ministerin.

Als weitere Maßnahme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr setzt das saarländische Verkehrsministerium zusammen mit der Polizei auf eine bessere Verkehrserziehung in Grundschulen. Für den Unterricht habe das Ministerium eine Mappe zusammengestellt, die unter anderem einen faltbaren Lkw-Aufsteller aus Pappe beinhalte. Dieser mache den Kindern das Problem des toten Winkels erfahrbar, hieß es.