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Saar-Regierung lässt sich anzapfen

Saarbrücken. Dieser Termin hat Spuren bei Peter Müller (CDU) hinterlassen - kleine, in der Armbeuge. Der saarländische Ministerpräsident spendete gestern Blut. Tapfer legten sich auch einige Mitarbeiter auf die Pritsche, der Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber (CDU), oder die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Gaby Schäfer

Saarbrücken. Dieser Termin hat Spuren bei Peter Müller (CDU) hinterlassen - kleine, in der Armbeuge. Der saarländische Ministerpräsident spendete gestern Blut. Tapfer legten sich auch einige Mitarbeiter auf die Pritsche, der Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber (CDU), oder die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Gaby Schäfer.


Der Aderlass tut Not, erklärt der Leiter der Stabsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Saarland, Martin Erbelding: "Allein der Brückentag am Freitag führte dazu, dass in der vergangenen Woche 13 Prozent weniger Spender gekommen sind." Ferien und Urlaubstage wirkten sich gravierend auf das Spendenaufkommen aus. Nicht nur, weil viele Leute auf Reisen sind, werden Konserven im Sommer knapp. "Dann sind mehr Auto- und Motorradfahrer unterwegs. Es passieren mehr Unfälle, was zur Folge hat, dass mehr Konserven gebraucht werden", sagt Erbelding. Außerdem dürfen Personen nach bestimmten Auslandsaufenthalten vier Monate nicht spenden, ergänzt die Sprecherin des Klinikums Saarbrücken, Angela Schuberth-Ziehmer.

Neben selbst initiierten Spendeterminen werden Krankenhäuser im Saarland und in Rheinland-Pfalz unter anderem vom Zentralen Blutspendedienst des DRK in Bad Kreuznach versorgt. Dieser habe normalerweise rund 2500 Konserven auf Lager. Von einer Notlage sei laut Erbelding die Rede, wenn noch 1000 Konserven vorhanden sind. Das entspricht der Menge, die von Bad Kreuznach aus an einem Tag an die Kliniken geht.



Im Saarland ist laut DRK die Zahl der Spender den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Doch noch immer, so Schubert-Ziehmer, würden hier zu Lande mehr Konserven benötigt, als durch eigene Spenden gedeckt seien. bie