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Saarlands Beste
Rund um die Uhr für die Tiere da

St.. Der Tierschutzverein Neunkirchen/Saar und Umgebung ist „Saarlands Beste“-Gruppe im Mai. Von: Benjamin Rannenberg

  Der Tierschutzverein Neunkirchen/Saar und Umgebung kümmert sich an 365 Tagen im Jahr liebevoll um Fundtiere und abgegebene Tiere. Das herausragende Engagement der Mitarbeiter würdigten die SZ-Leser nun mit der Wahl zu „Saarlands Bester“ Gruppe im Mai. Der Tierschutzverein ist der Träger des Tierheims Linxbachhof im St. Wendeler Stadtteil Niederlinxweiler, eines von landesweit vier Tierheimen.



Aufgenommen werden die Hunde, Katzen und Kleintiere im Tierheim Linxbachhof. Ehe die Tiere an Privatleute vermittelt werden, finden sie dort vorübergehend ein Zuhause im Katzen- und Hundehaus sowie in Kleintiergehegen oder -käfigen. Rund 150 Tiere, vor allem Katzen, Hunde und Kleintiere, wurden im vergangenen Jahr in die Obhut neuer Besitzer gegeben. Potenzielle Besitzer haben zu den Öffnungszeiten des Tierheims die Gelegenheit, in Ruhe die Heimtiere kennenzulernen. Neben zehn festangestellten Mitarbeitern leisten die ehrenamtlichen Tierfreunde einen Großteil der anfallenden Arbeit im Tierheim. Die Ehrenamtler gehen täglich mit Hunden Gassi, helfen bei der Pflege der Katzen und ziehen zu Hause Katzenbabys auf.

Eine, die sich seit Langem im Tierheim einbringt, ist Oranna Brill. „Ich möchte einen sinnvollen Beitrag für den Tierschutz leisten“, sagt Brill. Der Umgang mit Tieren mache sie glücklich. Vor vier Jahren nahm sie einen Hund aus dem Tierheim bei sich zu Hause auf. Brill organisiert viele Aktionen für die Tierschutz-Einrichtung, so etwa die Wunschzettel-Aktion in der Weihnachtszeit oder Kuchenstände bei Festen.

Dirk Walter, der sich seit Herbst 2014 als Vorsitzender des Tierschutzvereins engagiert, sagt: „Für mich ist es die größte Motivation zu sehen, wie einst vernachlässigte Tiere neue fürsorgliche Besitzer bekommen.“ Zudem packen die ehrenamtlichen Helfer bei Aktionen mit an, zum Beispiel bei den monatlichen Flohmärkten und Sommerfesten im Tierheim.

Die Unterbringung, Tierarzt- und Impfkosten der Tiere sowie den Betrieb des Tierheims finanziert der Verein über Spenden, Erbschaften, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse von Landkreisen und Kommunen. In Zukunft soll ein sogenannter Konsortialvertrag mit Kommunen und den Landkreisen St. Wendel und Neunkirchen die Finanzierung des Niederlinxweiler Tierheims sichern (die SZ berichtete). Über den Vertrag fließen bis zu 30 Cent pro Einwohner der jeweils im Einzugsgebiet des Tierheims befindlichen Kommune an das Tierheim. Hinzu kommen vom Kreis St. Wendel 10 000 Euro und vom Kreis Neunkirchen 5000 Euro. Die Stadt Neunkirchen, die zum Einzugsgebiet des Tierheims in Homburg zählt, und die Gemeinde Freisen, die eine eigene Lösung mit einem Tierheim im Kreis Kusel gefunden hat, haben den Vertrag nicht unterzeichnet.