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Rotary Club St. Wendel sammelt 3150 Euro für die Tafel

Tholey. Seit fünf Jahren arbeitet die Tafel in St. Wendel und gibt Lebensmittelpakete an Bedürftige aus. Seit vier Jahren wird sie dabei schon vom Rotary Club St. Wendel unterstützt. Träger der St. Wendeler Tafel ist der Caritasverband Schaumberg-Blies

Tholey. Seit fünf Jahren arbeitet die Tafel in St. Wendel und gibt Lebensmittelpakete an Bedürftige aus. Seit vier Jahren wird sie dabei schon vom Rotary Club St. Wendel unterstützt. Träger der St. Wendeler Tafel ist der Caritasverband Schaumberg-Blies. Dessen Geschäftsführer Michael Schütz und Vorsitzender Bernd Walther überreichte beim jüngsten Clubtreffen Clubpräsident Ernst Schneider einen Scheck über 3150 Euro.Derzeit betreut die Tafel im Landkreis St. Wendel 392 Haushalte, in denen 894 Personen leben. Davon sind nach Angaben des Caritasverbandes 319 Kinder. Hartz IV-Empfänger, das berichtete Schütz, bilden das Gros der Bezieher. Alle, die von der Tafel unterstützt werden, müssen ihr Einkommen offen legen und werden registriert.


St. Wendel, das erklärte der Caritas-Geschäftsführer, sei eine Tafel plus. Das heißt, sie verteilt nicht nur Lebensmittelpakete, die Caritas bietet hier auch Sozialberatung an. Dazu gehören etwa auch Kochkurse. Denn vielen der Betreuten müsse erst gezeigt werden, wie frische Zutaten zubereitet werden.

Genügend Lebensmittel zu erhalten, das sei dank der Spenden der Supermärkte und Discounter kein Problem für die Tafel. Es werde aber immer schwieriger die Kosten, die anfallen, zu decken. So hat die St. Wendeler Tafel ein Jahresbudget von 85 000 Euro für Miete, Kfz-, Personal- und Sachkosten. 10 000 Euro bringen davon die Empfänger von Lebensmittelpaketen selbst auf. Denn für jedes Lebensmittelpaket müssen sie einen Euro zahlen. Die Spendenbereitschaft für die Tafel sei in den vergangenen Jahren leider zurückgegangen, berichtet Schütz. Es seien derzeit nur noch 7000 bis 8000 Euro pro Jahr. Die restlichen Kosten müsse die Caritas aufbringen. In diesem Zusammenhang bedauerte der Vorsitzende Bernd Walther, dass die Stadt St. Wendel, anders als Neunkirchen, sich bislang nicht an den Kosten der Tafel beteilige. ddt