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Riesen-Enttäuschung in Gresaubach

Sotzweiler. "Heja TSV, Heja TSV" schallte es am Sonntag um 16.53 Uhr über den Sportplatz in Sotzweiler. Laut gesungen wurde von einem Jubelknäuel in bordeauxroten Trikots, den Spielern des TSV Sotzweiler-Bergweiler. Sie hatten wenige Minuten zuvor in einer packenden Partie vor 400 Zuschauern gegen den SC Gresaubach II gewonnen Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Sotzweiler. "Heja TSV, Heja TSV" schallte es am Sonntag um 16.53 Uhr über den Sportplatz in Sotzweiler. Laut gesungen wurde von einem Jubelknäuel in bordeauxroten Trikots, den Spielern des TSV Sotzweiler-Bergweiler. Sie hatten wenige Minuten zuvor in einer packenden Partie vor 400 Zuschauern gegen den SC Gresaubach II gewonnen. Dadurch überholte Sotzweiler am letzten Spieltag noch den bisherigen Tabellenführer und sicherte sich die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B Lebach. "Das ist einfach geil. Wir wussten, dass Gresaubach mit vielen Spielern aus dem Verbandsligakader kommen würde. Wir wollten sie niederringen, und das ist uns gelungen", jubelte TSV-Trainer Thomas Kreutzer. Am Ende standen sogar sechs Gresaubacher Verbandsligaspieler auf dem Platz. In einer packenden Partie fiel die Entscheidung kurz nach der Pause. Zu diesem Zeitpunkt stand es nach Toren von David Dräger für Gresaubach (10. und 44. Minute), sowie Treffern von Florian Schöner (29. Minute) und Horst Wagner (37. Minute) für die Hausherren 2:2. In der 49. Minute schien das Pendel wieder in Richtung Gresaubach auszuschlagen: Gästeakteur Fabian Blass konnte nur noch durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Routinier Holger Herrmann trat an - und schoss den Ball halbhoch in Richtung Kasten. Doch TSV-Schlussmann Carlo Neis fischte den Ball mit einem Riesensatz aus dem Eck. "Das war meine Ecke. Ich täusche immer rechts an und springe links", strahlte der Schlussmann nach dem Abpfiff. Im direkten Gegenzug tauchte dann Thomas Glowacki frei vorm Gresaubacher Gehäuse auf und tunnelte Schlussmann Patrick Krämer zum 3:2 für Sotzweiler. "Das war der Knackpunkt der Partie. Gehen wir 3:2 in Führung, bin ich sicher, dass Sotzweiler nicht mehr zurückkommt", ärgerte sich Gresaubachs Spielertrainer John Paolini. "Kein Vorwurf aber an Holger, der eine überragende Saison gespielt hat."Nach dem Rückstand drängte Gresaubach auf den Ausgleich, denn ein Unentschieden hätte seinem Team zum Titel gereicht. Sotzweiler hielt mit großem Einsatz dagegen und sorgte in der 78. Minute für die Entscheidung. Spielertrainer Kreutzer zirkelte einen Freistoß zum 4:2 genau in den linken Winkel. Nun kannte der Jubel bei den einheimischen Anhängern keine Grenzen mehr. In der Schlussminute legte Oliver Junker nach einem Konter sogar noch das 5:2 für den TSV nach."Das ist einfach ein geiles Gefühl. Ich war in meinem Leben noch nie Meister. Das ist für mich das Größte, unabhängig davon, wie jetzt das Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga ausgeht", jubelte TSV-Schlussmann Carlo Neis. In dieser Partie trifft Sotzweiler am Mittwoch auf den Tabellen-Achten der Kreisliga A Ill-Theel, den SV Illingen. Nur der Gewinner dieses Entscheidungsspiels steigt in die neue Bezirksliga auf. sem