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RGS Hostenbach zum sechsten Mal deutscher Meister

Hostenbach. Der Jubel in der Glückauf-Halle in Hostenbach kannte am vergangenen Sonntag keine Grenzen. Nach dem Schlusspfiff der Partie RGS Hostenbach gegen BSG Rheydt (26:16) war klar, dass den Saarländern der dritte deutsche Meistertitel in Folge im Fußballtennis nicht mehr zu nehmen war Von SZ-Mitarbeiter Heiko Lehmann

Hostenbach. Der Jubel in der Glückauf-Halle in Hostenbach kannte am vergangenen Sonntag keine Grenzen. Nach dem Schlusspfiff der Partie RGS Hostenbach gegen BSG Rheydt (26:16) war klar, dass den Saarländern der dritte deutsche Meistertitel in Folge im Fußballtennis nicht mehr zu nehmen war. Die Spieler lagen sich in den Armen, klatschten mit den Gegnern ab und flitzten dann zur obligatorischen La Ola mit den Fans vor die Tribüne. "Das ist unglaublich, dass wir es wieder geschafft hatten. Wir hatten gleich mehrere Endspiele in den zwei Tagen und haben sie alle gewonnen", jubelte Abwehrspieler Bernd Wemmert, der damit bereits seine elfte deutsche Meisterschaft feierte.Zwölf Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet traten an den zweitägigen Titelkämpfen im Modus Jeder gegen Jeden an. Hostenbach zählte mit Illingen, Elm und Rheydt (bei Mönchengladbach) zu den Titelfavoriten, musste aber die Verletzung des besten Spielers Markus Greff wegstecken. "Ich habe mir vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss zugezogen und kann kaum laufen. Die anderen müssen die Laufwege für mich mitmachen", sagte Greff vor dem entscheidenden Spiel gegen die BSG Rheydt. Im Spiel gegen die bayrische BSG Nahbollenbach wurde Greff geschont. Und prompt verlor sein Team. Nach einem dramatischen Sieg gegen die BSG Elm war bereits im Vorfeld der Partie gegen die BSG Rheydt klar, dass der Gewinner den Titel feiern kann. Und die RGS Hostenbach kam mit dem Druck perfekt zurecht. Joachim Michely und Bernd Wemmert waren in der Abwehr so gut wie unbezwingbar. Und an der ein Meter hohen Mittelleine holten Detlef Hahn und Markus Greff alles aus sich heraus.Ein Schmetterball folgte auf den nächsten und praktisch im Stehen guckte Markus Greff die Verteidiger gegenüber aus und plazierte die Bälle unerreichbar im Feld. Was folgte, war die logische Konsequenz. Die RGS Hostenbach war über zwei Tage die beste Mannschaft des Turniers und holte sich verdient die dritte deutsche Meisterschaft in Folge. "Jetzt steigt die große Sause", freuten sich die Hostenbacher Claude Villard und Carster Egger. Und während Fans und Spieler den Titel feierten, zog sich einer aus dem aktiven Sport zurück. Nach zwölf Jahren beendete Joachim Michely sein Karriere als Spieler und Trainer bei der RGS. "Es gibt mittlerweile jüngere Spieler, die in die Mannschaft gehören. Es war eine tolle Zeit, die heute ihren perfekten Abschluss fand", sagte Michely, der das Traineramt an Detlef Hahn und Markus Greff abgab.