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Rewe-Markt: Bürgermeisterin sieht Investor am Zug

Quierschied. "Es gibt immer noch einige offene Fragen. So wurde das erforderliche Lärmschutzgutachten nach unserem Kenntnisstand noch nicht in Auftrag gegeben. Auch warten wir immer noch auf die Kostenübernahmeerklärung des Bauherrn für das Verkehrsgutachten, das die Gemeinde zwischenzeitlich selbst veranlasst hat

Quierschied. "Es gibt immer noch einige offene Fragen. So wurde das erforderliche Lärmschutzgutachten nach unserem Kenntnisstand noch nicht in Auftrag gegeben. Auch warten wir immer noch auf die Kostenübernahmeerklärung des Bauherrn für das Verkehrsgutachten, das die Gemeinde zwischenzeitlich selbst veranlasst hat." Mit diesen Aussagen reagiert die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall auf die Äußerungen von Darius Kluczkowski, dem Niederlassungsleiter der Gesellschaft ST Gewerbebau aus Düsseldorf - sie baut für Rewe den Lebensmittelmarkt in Quierschied. Er hatte von "immer neuen Forderungen der Bürgermeisterin" gesprochen (wir berichteten). Seit der Gemeinderat mit Mehrheit die Entscheidung für Rewe getroffen habe, arbeite die Verwaltung mit Hochdruck an der Umsetzung des Vorhabens, sagt die Bürgermeisterin. So habe man unverzüglich eine Änderung des Bebauungsplans für die Ortsmitte auf den Weg gebracht, um Baurecht für die Ansiedlung des Marktes zu schaffen. Seit Januar verhandele nun die Verwaltung mit der ST Gewerbebau über das Bauvorhaben, über den Kaufvertrag und über die teilweise komplexen rechtlichen Fragen. Lange habe es bis zur Vermessung des Grundstücks gedauert. Jetzt müsse das Unternehmen endlich den detaillierten Bebauungsplan in Zusammenarbeit mit der Gemeinde aufstellen. Auch sei der Investor rechtlich verpflichtet, dem Bauplan ein Verkehrs- und ein Lärmschutzgutachten beizufügen. Ebenso stehe die Vorlage des Mietvertrages zwischen Rewe und der ST Gewerbebau aus. Wolfgang Kallenbach, Chef des Abwasserwerkes, weist darauf hin, dass auch die Frage der Entschädigung geklärt werden muss. Das Werk sei Eigentümer des Postgebäudes. Kallenbach: "Zur Realisierung des Vorhabens muss der rückwärtige Anbau dieses Gebäudes abgerissen werden." Danach müsse das Abwasserwerk unter anderem für die Post neue Toiletten bauen. Als Größenordnung nennt Kallenbach Kosten von 50 000 Euro, die der Investor erstatten müsse. ll