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Retter können Opfer im Saarland bereits heute übers Handy orten

Mainz/Saarbrücken. Wer mit seinem Handy in Rheinland-Pfalz künftig den Notruf 112 oder 110 wählt, soll von den Rettungsstellen automatisch geortet und gefunden werden können. Das Land will dazu bei seinen Leitstellen ein entsprechendes Kommunikationssystem in Betrieb nehmen. dpa/red

Es kostet etwa zehn Millionen Euro und soll zunächst beim Polizeipräsidium in Mainz eingesetzt werden, wie das dortige Innenministerium mitteilte. Das neue System soll in etwas mehr als zwei Jahren eingesetzt werden.

Im Saarland ist eine Ortung bereits heute möglich. "Die saarländische Polizei ist in der Lage, bei Eingang von Notrufen aus den Mobilfunknetzen Zelldaten und Zellinformationen der jeweiligen Funkzelle zuermitteln, aus der der Notruf abgesetzt wurde", teilte das Innenministerium auf Anfrage mit. Die Betreiber von Mobilfunknetzen seien zum Jahresende 2012 verpflichtet worden, bei Notrufverbindungen Standortdaten aus dem Mobilfunknetz zur Notrufabfrage zu übertragen.

Ein spezielles Entschlüsselungssystem der Polizei liest die Daten aus und bereitet sie auf. "Es versetzt die Polizei in die Lage, Informationen zur Lage und Größe der Funkzelle sowie deren Ausleuchtung und den Standort des Funkmastes zu ermitteln. Je kleiner die Funkzelle beziehungsweise deren Ausleuchtung, desto genauer kann der Standort festgelegt werden", so das Saar-Innenministerium. Die Nummer 112 ist inzwischen in der ganzen EU als einheitliche Notrufnummer anerkannt. Sie funktioniert auch in Nordamerika.