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Rentnerinnen und Rentner Partei gründet sich in Herrensohr

Saarbrücken. RRP steht in dicken Buchstaben auf dem orangefarbenen Pfeil, der etwas verloren am Türrahmen des Tus-Clubheims in Herrensohr hängt. Orange das ist die Farbe der Rentnerinnen und Rentner Partei, die an diesem Mittwochabend ihren Landesverband Saar im Nebenzimmer der Gaststätte gründet

Saarbrücken. RRP steht in dicken Buchstaben auf dem orangefarbenen Pfeil, der etwas verloren am Türrahmen des Tus-Clubheims in Herrensohr hängt. Orange das ist die Farbe der Rentnerinnen und Rentner Partei, die an diesem Mittwochabend ihren Landesverband Saar im Nebenzimmer der Gaststätte gründet. 24 Interessierte beim Informations- und Gründungsabend, zwölf Mitglieder im Landesverband - es hätte ein bisschen mehr Resonanz sein dürfen. Das räumen der frischgebackene Landeschef Rüdiger Hoersch und sein Schatzmeister Hans-Robert Martini ein. Der 44-jährige Informatikkaufmann Hoersch ist aber überzeugt: "Der erste Schritt ist immer der schwerste." Und er sagt: "Wir können ja von hier aus das Saarland erobern."Der nächste Schritt der jungen Partei, die sich nach Aussage ihres Landesvorsitzenden nicht nur für Ältere einsetzen will, ist schon geplant. Unterstützer-Unterschriften sollen her. 818 braucht eine Landesliste, um bei der Bundestagswahl zugelassen zu werden, erklärt der stellvertretende Landeswahlleiter Andreas Bittner. Bei der Europawahl tritt die Bundespartei als Liste 30 an. Bundesvize Manfred Link erklärt: "Liste 30 muss man dazu sagen, denn auf Liste 31 steht die Rentnerpartei." Das seien Abtrünnige, denen gehe es nur um Posten, sagt Link. Er skizziert für den Landesverband die drei Kernbereiche der RRP-Politik für "neue soziale Gerechtigkeit": Ein neues Rentensysten, ähnlich dem Schweizer System ohne Beitragsbemessungsgrenze mit einer Mindestrente von 1000 Euro sowie die Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin. In Bildungsfragen sei die RRP unter anderem gegen Studiengebühren. pg