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| 20:21 Uhr

Regionalverbandsdirektor Gillo: Langzeitarbeitslose besser fördern

Regionalverband. Für einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose hat sich Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) ausgesprochen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass diese Gruppe von dem Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt praktisch ausgeschlossen sei

Regionalverband. Für einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose hat sich Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) ausgesprochen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass diese Gruppe von dem Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt praktisch ausgeschlossen sei. Während bundesweit die Arbeitslosenzahlen deutlich zurückgegangen seien, habe es bei den Menschen, die zwei Jahre und länger ohne Beschäftigung sind, kaum Veränderungen gegeben.Peter Gillo: "Das belegen die Zahlen des Jobcenters Saarbrücken sehr deutlich. Auch wenn die Zahl der erwerbsfähigen Bezieher von Hartz-IV-Leistungen von Januar 2010 bis Dezember 2012 von 29 300 auf 25 200 zurückgegangen ist, stieg der Anteil der Langzeitarbeitslosen im gleichen Zeitraum von 68,5 Prozent auf 73,8 Prozent. Das heißt rund drei Viertel dieser Menschen haben auf dem regulären Arbeitsmarkt miserable Chancen." Trotzdem kürze die Bundesregierung Jahr für Jahr die Förderung für diese Menschen. Die Folgen würden immer deutlicher. Allein die Zahl der Arbeitsgelegenheiten (AGH), Ein-Euro-Jobs genannt, sei von 2100 im Jahre 2010 auf nur noch 700 im laufenden Jahr geschrumpft. Auch die derzeit 847 Bürgerarbeitsplätze würden nach den Plänen der Bundesregierung Ende 2013 ersatzlos auslaufen. Dann stiegen die Zahlen der Langzeitarbeitslosen weiter. Gillo betonte: "Gerade diese Gruppe braucht passgenaue Maßnahmen, die über einen längeren Zeitraum laufen, um überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Dazu fehlen den Jobcentern aber die geeigneten Instrumente." Deshalb sei der "dritte" Arbeitsmarkt unverzichtbar. Hier könnten sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit bis zu 100 Prozent gefördert werden. Wie dies im Einzelnen ausgestaltet wird, könnten die relevanten Arbeitsmarktakteure - angefangen von der öffentlichen Hand über die Kammern und Gewerkschaften bis zu den Arbeitgebern - gemeinsam aushandeln, meint der Regionalverbands-Chef. red

Foto: Becker&Bredel