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Puppen außer Kontrolle

Eigentlich wollte die SZ mit Ihnen und ihrer Maulwurfspuppe ein Interview machen. Es hieß dann, Sie würden ungerne solche Interviews geben. Warum?Marik: Die Puppen liegen jetzt in der Kiste. Zwar treten sie auf der Bühne auf, aber sie geben keine Interviews, denn sie sprechen ja nicht

Eigentlich wollte die SZ mit Ihnen und ihrer Maulwurfspuppe ein Interview machen. Es hieß dann, Sie würden ungerne solche Interviews geben. Warum?Marik: Die Puppen liegen jetzt in der Kiste. Zwar treten sie auf der Bühne auf, aber sie geben keine Interviews, denn sie sprechen ja nicht.


Der Maulwurf, mit dem Sie auf der Bühne stehen, ist etwas debil, cholerisch und hat einen Sprachfehler. Warum liebt das Publikum ihn trotzdem?

Marik: Das weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, warum mir die Figur soviel Spaß macht. Der Maulwurf verhält sich immer vollkommen direkt, er denkt niemals nach, bevor er etwas tut, sondern er reagiert vollkommen ungebremst - ohne eine Kontroll-Instanz im Kopf. Ich glaube, das ist es, was mir an der Figur großen Spaß macht.



Neben dem Maulwurf ist auch ein Frosch, der dem Frosch Kermit zum Verwechseln ähnlich sieht, Mitglied ihrer Puppen-Truppe. Ist die Ähnlichkeit beabsichtigt?

Marik: Ursprünglich war es mal ein Kermit-Frosch. Während des Puppenspiel-Studiums haben wir mit vier Kermit-Puppen Romeo und Julia nachgespielt, und seitdem hatte ich diese Puppe in der Kiste. Es war aber nicht von mir geplant, Kermit für die Bühne zu nehmen, und ich habe mir auch vorher nicht überlegt, was könnten die Leute toll finden oder was könnte besonders gut auf der Bühne funktionieren.

Seit nunmehr einem Jahr touren sie mit dem Programm "KasperPop" durch Deutschland. Ist da schon ein Ende ihrer Tournee abzusehen?

Marik: Im September vergangenen Jahres hatte "KasperPop" Premiere, und ich denke ich werde noch bis Herbst 2011 weiterspielen. Danach mache ich erst einmal eine Pause.

Was kommt nach "KasperPop"?

Marik: Wir arbeiten an einem Film, in dem unter anderem die Figuren Falkenhorst, Maulwurf und Kalle mitspielen, aber auch das unkündbare Kasperle-Ensemble Kasper, Seppl, Gretl und das Krokodil und noch ein paar Menschen. Ansonsten werde ich auch mal wieder als Schauspieler arbeiten oder wieder an der Ernst Busch Hochschule unterrichten. Letzteres habe ich schon öfters gemacht, und das ist etwas, was mir, glaube ich, sehr liegt.

René Marik tritt mit seinem Programm "KasperPop" am Donnerstag, 30. September, um 20 Uhr in der Congresshalle in Saarbrücken auf. Die Show ist ausverkauft.