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Punkrock im Folkpelz

Die Münsteraner Band „Mr. Irish Bastard“ spielt am Sonntag um 19.45 Uhr auf der Hauptbühne des Nauwieser-Viertel-Fests. Foto: CMM
Die Münsteraner Band „Mr. Irish Bastard“ spielt am Sonntag um 19.45 Uhr auf der Hauptbühne des Nauwieser-Viertel-Fests. Foto: CMM FOTO: CMM
Mit ihrer Mischung aus Punk und Folk hat es die Münsteraner Band „Mr. Irish Bastard“ seit 2006 geschafft, Karriere zu machen und die Welt zu bereisen. Am Sonntag, 28. Juli, kommt das Quintett nach Saarbücken zum Nauwieser Fest, um neben ihren eigenen Liedern Punkrockklassiker der Sex Pistols vorzustellen. SZ-Mitarbeiter André de Vos versucht in einem Interview mit Sänger The Irish Bastard, Bassist Boeuf Strongenuff und Mandolinenspieler Gran E. Smith den Zusammenhang von Irisch-Folk und Punkmusik in ihrer heutigen Bedeutung zu ergründen.

Es liegt nicht unbedingt auf der Hand, ein ganzes Punkrock-Album mit allen Songs komplett auf Irish-Folk zu drehen. Wie ist es zu dieser Idee gekommen?

The Irish Bastard: Es fing mit einem Wortspiel an. Das war "Nevermind The Bastards", was von "Nevermind The Bollocks - Here's the Sex Pistols" her kommt. Und da haben wir gleich gesagt: Das ist eine völlig bescheuerte Idee, ein völlig bekloppter Name. Lass' uns das auf keinen Fall machen. Ab da war die Idee auch schon nicht mehr totzukriegen, und von da an war alles geritzt (lacht).

Was habt ihr inhaltlich über das Wortspiel hinaus damit verbunden, es als Cover-Platte zu probieren?

The Irish Bastard: Erst im Nachhinein hat sich die ganze Logik erschlossen, weil das Ursprungs album 1977 herauskam und es 1977 in London große Ausschreitungen gab, wie 2011 auch wieder. Wir sind in einer ganz bewegten Zeit, wo sich viel tut und wandelt. Und das war damals genauso. Eine andere Querverbindung besteht zu den berühmten Irish-Folkpunkern, die "Pogues" der achtziger Jahre.

Seid ihr selbst Punks gewesen?

Gran E. Smith: Also wir haben sicherlich, als wir alle noch jünger waren, gerne Punk gehört. Und in den ersten Bands, die wir so hatten, besaßen wir auch gar nicht so groß eine andere Möglichkeit, als Punk zu spielen (lacht). Aber die Botschaft, die darin versteckt ist, besteht vor allem in der Energie.

Ist Irish-Folkrock die andere Ebene, wo Tradition und Widerständigkeit aufrechterhalten werden?

Boeuf Strongenuff: Ich finde, beides passt sehr gut zusammen. Mit der irischen Musik und dem Punk kann man sehr gut Emotionen und angestaute Energien rauslassen. Das kann man sehr gut zusammenmischen.

Gran E. Smith: Beim Irish-Folk geht es sehr viel um Rebellion, zwar auch, wo kriege ich das nächste Fass Guinness her, aber Nord-Irland ist immer noch ein Thema, wo es um Gewalt, Widerstand und politische Themen geht. Und da ist natürlich auch wieder der Bezug zum Punk herzustellen. Und das funktioniert sehr gut zusammen. Dadurch dass wir jetzt die "Sex Pistols" - Platte wiederbelebt haben, ist das nicht automatisch Irish-Folk, sondern weiterhin Punkrock, nur mit den Instrumenten des Irish-Folks kombiniert.