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Prozess: Chef der "Terror Inc." soll für immer hinter Gitter

Saarbrücken. Dem mutmaßlichen Chef einer Einbrecherbande, die sich selbst "Terror Inc." nannte, drohen vor dem Landgericht nun 30, 40, vielleicht sogar 50 Jahre hinter Gittern

Saarbrücken. Dem mutmaßlichen Chef einer Einbrecherbande, die sich selbst "Terror Inc." nannte, drohen vor dem Landgericht nun 30, 40, vielleicht sogar 50 Jahre hinter Gittern. Der Oberstaatsanwalt hat am Freitag gegen den mehrfach vorbestraften 25-Jährigen aus Völklingen eine Strafe von sieben Jahren Gefängnis nebst unbefristeter Unterbringung in der Sicherungsverwahrung im Zuge einer fast tödlichen Prügelattacke beantragt. Für drei Bekannte des Angeklagten forderte der Ankläger teils mehrjährige Haftstrafen. Die Verteidigung beantragte Freispruch oder deutlich niedrigere Strafen.Das Ganze ist bereits der zweite Prozess gegen Mitglieder der "Terror Inc.". In einem ersten Anlauf waren der 25-Jährige und andere wegen Einbrüchen zu Haftstrafen verurteilt worden. Nun geht es um die Attacke auf einen jungen Mann. Der war am 25. Dezember 2007 in Dudweiler, offenbar aus Versehen, fast totgeschlagen worden. Hintergrund: Ein Knastfreund des 25-Jährigen hatte zu jener Zeit eine neue Freundin. Die berichtete von schweren Misshandlungen durch ihren früheren Freund aus Dudweiler. Der sollte daraufhin einen Denkzettel bekommen. Die "Terror Inc." sollte dem Knastkumpel dabei Rückendeckung geben - ein Freundschaftsdienst. Gemeinsam ging es nach Dudweiler zum Weihnachtsbesuch in die Wohnung des angeblichen Frauen-Schlägers. Dort wurde dann aber ein unbeteiligter Besucher angegriffen, fast getötet. Der 25-jährige Chef der "Terror Inc." dürfte dabei weder geschlagen noch getreten haben. Er war wohl lediglich dabei. Dennoch muss er nach Ansicht des Oberstaatsanwalts als Mittäter behandelt werden. Und weil in dem Vorstrafenregister des Mannes neben Diebstählen bereits zwei Gewaltdelikte stehen, soll er auf Dauer eingesperrt werden. Der Prozess wird am 26. Mai fortgesetzt. wi