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Prostatakrebs-Selbsthilfe widerspricht neuer Kassen-Studie

Saarbrücken. Mit Verwunderung und Verärgerung hat der Leiter der Prostatakrebs-Selbsthilfe Saarbrücken, Norbert Kehl, auf eine neue Studie zur Therapie bei der bei Männern häufigsten Krebserkrankung reagiert. Die von der Barmer GEK veröffentliche Untersuchung (die SZ berichtete) ergab, dass in Deutschland zu häufig und zu schnell radikal operiert wird

Saarbrücken. Mit Verwunderung und Verärgerung hat der Leiter der Prostatakrebs-Selbsthilfe Saarbrücken, Norbert Kehl, auf eine neue Studie zur Therapie bei der bei Männern häufigsten Krebserkrankung reagiert. Die von der Barmer GEK veröffentliche Untersuchung (die SZ berichtete) ergab, dass in Deutschland zu häufig und zu schnell radikal operiert wird. Zudem war davon die Rede, dass die Krankheit bei unter 55-Jährigen "praktisch überhaupt nicht" vorkommt. Kehl, der auch Mitglied im Bundesvorstand Prostatakrebs-Selbsthilfe ist, bezweifelt diese Aussagen. Sie seien "ein Schlag ins Gesicht" vieler Betroffener. "Aus meiner zwölfjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Leiter der Selbsthilfe Saarbrücken sind mir allein in unserer Gruppe über zehn Fälle zwischen 34 und 55 Jahren bekannt. Je jünger die Betroffenen sind, umso gefährlicher und aggressiver ist dieser Krebs", sagt Kehl. Er rät Männern daher, zur Vorsorge-Untersuchungen zu gehen: "Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto erfolgreicher kann die Behandlung sein." thoprostata-selbsthilfe-


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