| 20:12 Uhr

Primstal bleibt auf Schlagdistanz

Primstal. "Das war das absolut geilste Tor, das ich jemals geschossen habe", freute sich Thomas Warken vom VfL Primstal. In der 79. Spielminute hatte Warken im Lokalderby gegen den VfB Theley getroffen und damit das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg seiner Elf erzielt Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Grim

Primstal. "Das war das absolut geilste Tor, das ich jemals geschossen habe", freute sich Thomas Warken vom VfL Primstal. In der 79. Spielminute hatte Warken im Lokalderby gegen den VfB Theley getroffen und damit das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg seiner Elf erzielt. In den Minuten davor - und auch danach - hatten sich beide Mannschaften zwar einen harten, aber doch fairen Kampf geliefert und den mehr als 800 Zuschauern hochklassigen Landesliga-Fußball geboten. Dabei zeigten die Gäste vom VfB Theley von Beginn an das von Trainer Heiko Wilhelm angekündigte Offensivspiel. Primstal setzte auf Konter, die zumeist über den wieselflinken Sturmführer Nicola Lalla liefen. Und das mit Erfolg. Denn obwohl der VfB in der Anfangsphase die größere Torgefahr ausstrahlte, erzielte der VfL den ersten Treffer. Das 1:0 für die Gastgeber fiel nach einer schönen Einzelaktion von Lalla, der fast die komplette Theleyer Hintermannschaft austanzte und beim Abschluss auch VfB-Schlussmann Marc Lauer nur das Nachsehen ließ (31.). Theley schaffte nach einer Standardsituation den Ausgleich: Kai Schäfer trat aus dem rechten Halbfeld einen Freistoß an den langen Pfosten des Primstaler Gehäuses, VfL-Schlussmann Frank Schmidt verharrte auf der Linie, während Theleys Mario Dewes unbedrängt von den Primstaler Abwehrspielern zum Kopfball hochstieg und das Spielgerät in Maschen wuchtete (67.). Dann kam die eingangs beschriebene 79. Minute und das Traum-Tor des kurz zuvor eingewechselten Thomas Warken, für den diese Saison die letzte im Trikot des VfL Primstal sein wird. "Ich habe bislang ja nicht gerade viele Tore geschossen. Dass ich dann ausgerechnet gegen Theley treffe und wir dadurch gewinnen, das ist einfach unbeschreiblich", versuchte Warken, sein Glück in Worte zu fassen. Dem Treffer vorausgegangen war eine schöne Aktion von Nicola Lalla, der bedrängt von zwei Gegenspielern Warken den Ball durchsteckte, "so dass ich nur noch den Fuß hinhalten musste". Nach dem Spiel herrschte die pure Freude beim VfL und seinem Anhang, wohingegen die Theleyer mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen. "Wir hatten uns so viel vorgenommen und wollten unbedingt gewinnen. Diese Niederlage ist schon bitter", gestand Mario Dewes, der Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer: "Ich denke, wir waren spielerisch die bessere Mannschaft mit den klareren Chancen, aber Primstal hatte einen Frank Schmidt im Tor." Und der hielt bis auf den einen Gegentreffer alles, was zu halten war. VfL-Trainer Lalla sagte nach dem Sieg: "Vom Spielerischen her zählt dieses Derby sicherlich nicht zu unseren besten Spielen. Aber taktisch haben wir alles richtig gemacht und daher auch verdient gewonnen. Wichtig war, dass wir nach dem 1:1 wieder zurückgekommen sind." Damit ist Primstal im Rennen um den Titel weiterhin ganz vorne dabei. "Ich denke, wir waren spielerisch die bessere Mannschaft mit den klareren Chancen."Theleys Mario Dewes