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Polizeieinsatz
Polizei fasst mutmaßlichen Schützen

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei (hier bei einer Übung) nahm den Tatverdächtigen  in Gewahrsam.
Ein Sondereinsatzkommando der Polizei (hier bei einer Übung) nahm den Tatverdächtigen  in Gewahrsam. FOTO: Bonenberger & Klos / B&K
Wiebelskirchen. 36-jähriger Wiebelskircher wurde nach Schüssen in der Nacht in die Psychiatrie eingewiesen. Von Dennis Langenstein

Ein Sondereinsatzkommando der saarländischen Polizei hat gestern einen 36-Jährigen aus Wiebelskirchen in Gewahrsam genommen, der immer wieder Schüsse aus seiner Wohnung abgegeben haben soll. Bei dem Einsatz sei ein Beschluss zur psychiatrischen Begutachtung der Unterbringungsbehörde des Landkreises sowie des Amtsgerichtes Neunkirchen umgesetzt worden, so die Beamten in einer Pressemitteilung.


Alles begann damit, dass Anwohner nach einem Schuss in der Nacht die Polizei alarmierten. Die Vorfälle hätten am 11. April begonnen, erklärte ein Polizeisprecher der Neunkircher Dienststelle unserer Zeitung. Die Zeugen waren dabei überzeugt, dass der Knall von einer Waffe stammte. Die Polizei hatte den Tatbereich immer weiter eingegrenzen können, woraufhin sich der Verdacht auf den 36-Jährigen erhärtet hätte. Bei der Observation seien auch Einschusslöcher an einer Hauswand entdeckt worden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Vorfeld der gestrigen Aktion hatten die Beamten aus Neunkirchen bereits Patronenhülsen für erlaubnisfreie als auch erlaubnispflichtige Schusswaffen sichergestellt (wir berichteten). Der Mann selbst wurde allerdings erst im nahe gelegenen Haus der Eltern gefunden. Damals wurde jedoch nur eine Schreckschusswaffe bei ihm sichergestellt. Der bereits polizeibekannte Wiebelskircher  blieb auf freiem Fuß.

Nach dem Zugriff des Sondereinsatzkommandos gestern, wurde der Mann nun von der Polizei in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, wo er bis auf Weiteres bleiben muss. Eine weitere Durchsuchung fand nicht statt.