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Hochschule
Politischer Rückenwind für europäische Uni in der Großregion

Luxemburg. Eine geplante europäische Universität in der Großregion bekommt breite Unterstützung aus der Politik. Bei einem Gipfeltreffen in Luxemburg sprachen sich jetzt Regierungsvertreter aus vier Ländern dafür aus, das Projekt voranzutreiben.

Demnach könnte sich die bereits seit dem Jahr 2008 bestehende grenzüberschreitende Universität der Großregion zu einer der ersten EU-Unis weiterentwickeln. „Es gibt ein einmütiges klares Bekenntnis zur europäischen Uni. Das ist ein großer Erfolg“, sagte Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) nach dem Treffen.


Es sei ein Beschluss gefasst worden, der bekräftige, dass die Uni der Großregion mit ihren 6 Universitäten und 19 Studiengängen als europäische Uni „prädestiniert“ sei, sagte Hans. „Wir wollen unbedingt, dass die Uni der Großregion eine europäische Uni wird“, erklärte auch Luxemburgs Ministerin für die Großregion, Corinne Cahen. Das Großherzogtum hat derzeit den Vorsitz des Gipfels inne.

Das Netzwerk verbindet die Universitäten in Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Trier und des Saarlandes. „Man braucht das Rad nicht ganz neu zu erfinden“, sagte Luxemburgs Ministerin für die Großregion. Eine Bewerbung bei der Europäischen Kommission soll im Herbst möglich sein. Eine Entscheidung werde im nächsten Jahr erwartet. Die Idee, europäische Universitäten einzurichten, geht auf den Vorschlag von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zurück. Er strebt bis 2024 ein Netzwerk von 20 EU-Unis an.