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Pleite im letzten Heimspiel

Marpingen. So hatte sich Manfred Wegmann den letzten Saison-Auftritt seines Teams vor heimischem Publikum nicht vorgestellt. "Wir haben mangelnde Abwehrbereitschaft gezeigt, zu wenig und nicht gut zusammengespielt

Marpingen. So hatte sich Manfred Wegmann den letzten Saison-Auftritt seines Teams vor heimischem Publikum nicht vorgestellt. "Wir haben mangelnde Abwehrbereitschaft gezeigt, zu wenig und nicht gut zusammengespielt. Und vor allem hatten wir im Kopf vorher schon gewonnen", analysierte der Trainer des Handball-Saarlandligisten HSG Nordsaar die Gründe für die 31:33-Pleite gegen den abstiegsgefährdeten TV Altenkessel. Zwar begann die HSG ansprechend und erarbeitete sich immer wieder einen knappen Vorsprung. Aber mit zunehmender Dauer lief der Heimmannschaft das Spiel in der Marpinger Sporthalle aus dem Ruder. Für Wegmanns Geschmack durften die Gäste, "vor allem in der zweiten Hälfte zu viele einfache Tore werfen, so dass wir irgendwann in Rückstand gerieten und zwangsläufig unsere Deckung öffnen mussten". Der TVA ließ nun nicht mehr locker und hatte am Ende mit zwei Toren Differenz gewonnen. "Das ist ärgerlich, weil ich wenigstens den Vizemeister-Titel haben will", brummte Wegmann, dessen Truppe der HG Saarlouis II während des Rundenverlaufs die Meisterschaft nicht streitig machen konnte.Nordsaar-Linksaußen Tobias Frei monierte einerseits die Einstellung, anderseits habe der TVA aber auch den deutlich stärkeren Siegeswillen demonstriert: "Wir sind nicht ins Spiel gekommen, und die haben richtig Gas gegeben. Man hat halt gemerkt, dass Altenkessel mit dem Rücken zur Wand steht und die zwei Punkte unbedingt haben wollte." Die Niederlage für die HSG empfand Frei daher als gerecht: "Heute hat die Mannschaft gewonnen, die bereit war, mehr zu geben. Wir waren das nicht." tog