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Pfarrkirche feiert Geburtstag

Die Pfarrkirche St. Peter in Bisten ist 225 Jahre alt. Foto: Bodwing
Die Pfarrkirche St. Peter in Bisten ist 225 Jahre alt. Foto: Bodwing FOTO: Bodwing
Bisten. Vor 225 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Peter in Bisten geweiht. Damals war sie auch das Gotteshaus für Gläubige aus dem benachbarten Überherrn. Zum Jubiläum finden an Pfingstsonntag ein Festgottesdienst und ein geistliches Konzert statt. Von SZ-MitarbeiterJohannes A. Bodwing

Die Ursprünge der Bistener Pfarrkirche St. Peter reichen mindestens bis ins Jahr 1221 zurück. Das stellt ein Entwurf zur Chronik von St. Peter dar. Damals hatte das Kloster Wadgassen Besitzrechte an einer bestehenden Kapelle in Bisten. Zu den Gläubigen gehörten auch lange Zeit Katholiken aus Überherrn. 1781 fordert deshalb der zuständige Bischof von Metz, das Kirchenschiff zu vergrößern. Er sprach aber auch die Möglichkeit an, gleich eine größere Kirche zu bauen.

Letzteres wurde recht zügig in Angriff genommen. Schon 1788 stand die Pfarrkirche fast fertig im Ort. Für ihren Bau haben sich vermutlich viele Bistener Bürger engagiert. Mit einem großen Geldbetrag für die Kirche werden Johann Guerich und Johann Gerard erwähnt.

Die Zuständigkeit für Bisten wechselte nach der Französischen Revolution von Metz nach Trier. 1808 wurde Bisten zu der selbstständigen Pfarrei St. Peter. 1842 entstand die Empore, etwa Mitte des 19. Jahrhunderts schuf Andreas Guldner einen neuen Hochaltar, er übernahm auch die Innenrenovierung.

1894 erhielt die Kirche drei ganz neue Glocken, 1905 eine neue Orgel. Außerdem kamen ein neugotischer Hochaltar hinzu und zwei Nebenaltäre, neue Beichtstühle und Kirchenbänke. Eine Heizung gab es ab 1910 und erstmals einen eigenen Organisten und Küster. 1920 wurde Überherrn eigenständige Kapellengemeinde und von Bisten unabhängiger. Die letzten Schäden des Zweiten Weltkrieges konnten in den 50er Jahren beseitigt werden.

Von 1969 bis 1973 erfolgten außen und innen Renovierungen, das Erscheinungsbild wurde an die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils angepasst. Dabei verschwanden die neugotischen Altäre. Ein barocker Seitenaltar der Wallfahrtskirche Klausen ersetzte den alten Hochaltar. Statt der Seitenaltäre wurden eine Marien-Konsole und die sehr alte, renovierte Petrus-Statue angebracht. Der Taufstein von 1726 kehrte aus dem Pfarrgarten zurück ins Gotteshaus, der heutige Volksaltar aus Vogesen-Sandstein wurde angeschafft. Ende der 70er Jahre war das Bistener Pfarrhaus vermietet, später verkauft.

Gefeiert wird am Abend

Die Feier zum 225-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche St. Peter in Bisten beginnt an Pfingstsonntag, 19. Mai, um 19 Uhr mit einem Festgottesdienst und dem Dekanats-Chor "Intermezzo" sowie Angela Klein (Sopran). Gegen 20 Uhr lädt "Intermezzo" zu einem geistlichen Konzert ein mit Angela Klein, Tanit Heiser und Laura Nimsgern sowie Mitgliedern des Jugendchores. Die Leitung hat Dekanatskantorin Susanne Zapp-Lamar.