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Strikte Trennung von Sport und Politik?
Oskar Lafontaine: Innenminister Bouillon hat Recht

Oskar Lafontaine fordert ein Ende der „Kungeleien“ im Saar-Sport.
Oskar Lafontaine fordert ein Ende der „Kungeleien“ im Saar-Sport. FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) bekommt für seine Forderung nach einer strikten Trennung von Politik und Sport Rückendeckung aus der Opposition. Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine erklärte am Freitag: „Innenminister Klaus Bouillon hat Recht. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Politik und Sport müssen in Zukunft stärker getrennt werden.“ Es führe nicht weiter, wenn sich die Politiker der großen Koalition gegenseitig die Fehler vorhielten, die sie im LSVS gemacht hätten. „Sie müssen jetzt die Verantwortung übernehmen und durch institutionelle Reformen die Kungeleien, die im Saar-Sport gelaufen sind, beenden.“


Lafontaine forderte, die Gelder der Sportförderung wie in anderen Bundesländern in den Landeshaushalt einzustellen – bislang fließen die Toto-Mittel aus dem Sport-Achtel direkt an den LSVS. Nach Lafontaines Ansicht müssten Landtag und Rechnungshof die Verwendung der Mittel kontrollieren. Lafontaine: „Nur so wird die öffentliche Transparenz hergestellt und die langjährige Praxis der Kungelei, nach der die eine Hand die andere wäscht, weitgehend unterbunden.“ Vor allem die CDU, aber auch die SPD seien verpflichtet, aus ihrem jahrelangen Fehlverhalten die Konsequenzen zu ziehen und dafür Sorge zu tragen, dass die Finanzen des Saar-Sports wieder in Ordnung kämen. Es sei Aufgabe der Politik, den Saar-Sport zu fördern und nicht durch unverantwortliches Handeln wie in der Vergangenheit in Schwierigkeiten zu bringen.