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Ortsrat-Mitte nimmt sich Baupläne vor

St. Ingbert. "Eine neue Bebauung in der Ensheimer Straße/Sengscheider Weg muss den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein." Mit dieser Begründung hat die CDU-Ortsratsfraktion St. Ingbert einen Termin vor Ort beantragt für die nächste Ortsratssitzung

St. Ingbert. "Eine neue Bebauung in der Ensheimer Straße/Sengscheider Weg muss den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein." Mit dieser Begründung hat die CDU-Ortsratsfraktion St. Ingbert einen Termin vor Ort beantragt für die nächste Ortsratssitzung. Sie will sich in der Ensheimer Straße selbst ein Bild machen, welche Auswirkungen die geplanten Gebäude auf die Bungalows im parallel verlaufenden und etwas tiefer gelegenen Sengscheider Weg haben werden. Ortsvorsteher Ulli Meyer (CDU) begrüßt den Antrag seiner Fraktion: "Die Einbeziehung der Bürger vor Ort ist angesichts der Folgen des Bebauungsplan-Entwurfes sinnvoll." Eine Lösung gegen den Willen der Anwohner würde er ablehnen. Es müsse diskutiert werden, ob die vorgesehene dichte Wohnbebauung nicht zuviel Lärm und Verkehr produzierte. Meyer hatte schon im vergangenen Jahr geäußert, größere Wohnblocks in der Baulücke im oberen Teil der Ensheimer Straße wären womöglich deplatziert. Der Ortsrat hatte im Mai vergangenen Jahres gegen das Vorhaben votiert. Der Stadtrat folgte dieser Einschätzung allerdings nicht.


Unter den Anliegern im Sengscheider Weg hat das Verfahren der Bebauungsplan-Änderung an der Einfallstraße große Sorge ausgelöst. Ein Investor will in der Ensheimer Straße drei deutlich größere Wohneinheiten bauen, als das nach gültigem Bebauungsplan zulässig ist. Die Anwohner des Sengscheider Weges fürchteten, die Neubauten würden ihre Grundstücke verschatten und für deutlich mehr Verkehr in ihrer Straße sorgen, da eine Tiefgarage über diese Route angedacht war. Nicht zuletzt befürchten sie eine Wertminderung ihrer Immobilien. Zwischenzeitlich hieß es allerdings seitens der SPD, der Investor prüfe eine Zufahrt über die Ensheimer Straße (die SZ berichtete). mbe