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| 20:34 Uhr

Hauptschule
Opposition will Besoldung für Hauptschullehrer anheben

Die Opposition will die Besoldung für Hauptschullehrer anheben. (Symbolbild)
Die Opposition will die Besoldung für Hauptschullehrer anheben. (Symbolbild) FOTO: Julian Stratenschulte / dpa
Saarbrücken. Die Linken im Landtag fordern die Landesregierung auf, Hauptschullehrer, die an Gemeinschaftsschulen unterrichten, genauso gut zu bezahlen wie Realschul- und Gymnasiallehrer. Sie unterstützen damit die Interessengemeinschaft der Hauptschullehrer, die einen Offenen Brief an die Landesregierung geschrieben hatte (die SZ berichtete). Sie wollen wie ihre Kollegen die Besoldungsstufe A 13, statt wie bislang A 12. Sie erhalten seit 2008 eine monatliche Zulage von 200 Euro, womit der Besoldungsunterschied von zirka 400 Euro halbiert wurde. „Weniger Geld für dieselbe Arbeit ist entwürdigend und ungerecht. Es ist nicht hinnehmbar, dass 21 Jahre nach Ende der Hauptschule die Hauptschullehrerinnen und -lehrer immer noch gehaltsmäßig deutlich schlechter gestellt sind. Das muss endlich ein Ende haben“, sagte die Abgeordnete Barbara Spaniol. Betroffen seien 300 Lehrer. Sie kündigte an, das Thema im Bildungsausschuss anzusprechen. Von Ute Kirch
Ute Kirch

Die Linken im Landtag fordern die Landesregierung auf, Hauptschullehrer, die an Gemeinschaftsschulen unterrichten, genauso gut zu bezahlen wie Realschul- und Gymnasiallehrer. Sie unterstützen damit die Interessengemeinschaft der Hauptschullehrer, die einen Offenen Brief an die Landesregierung geschrieben hatte (die SZ berichtete). Sie wollen wie ihre Kollegen die Besoldungsstufe A 13, statt wie bislang A 12. Sie erhalten seit 2008 eine monatliche Zulage von 200 Euro, womit der Besoldungsunterschied von zirka 400 Euro halbiert wurde. „Weniger Geld für dieselbe Arbeit ist entwürdigend und ungerecht. Es ist nicht hinnehmbar, dass 21 Jahre nach Ende der Hauptschule die Hauptschullehrerinnen und -lehrer immer noch gehaltsmäßig deutlich schlechter gestellt sind. Das muss endlich ein Ende haben“, sagte die Abgeordnete Barbara Spaniol. Betroffen seien 300 Lehrer. Sie kündigte an, das Thema im Bildungsausschuss anzusprechen.

„Die Linken haben hier Recht“, sagte der AfD-Fraktionschef Josef Dörr, selbst pensionierter Lehrer. Zwar sei es nachvollziehbar, wenn die kürzere Ausbildungsdauer von Hauptschullehrern sich auch bei der Besoldung niederschlage. Doch dürfe dies nicht für das ganze Berufsleben gelten. „Das kann am Anfang, für die ersten fünf oder zehn Jahre mal so sein. Aber wenn ein Hauptschullehrer über 30 Jahre lang dieselbe Arbeit macht wie ein Realschullehrer und dann anders besoldet wird, finde ich das nicht in Ordnung“, sagte Dörr.

Eine andere Ausbildung bringe eben eine andere Besoldungsstufe mit sich, sagte der CDU-Fraktionschef Tobias Hans. Ziel müsse sein, Lehrer für die neue Schulform auszubilden.„Es wird nicht immer möglich sein, hier jede Übergangsphase so zu gestalten, wie man das gerne tun würde“, sagte er. „Das ist objektiv betrachtet eine Ungerechtigkeit“, räumte der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Pauluhn ein. „Aber im Moment drückt uns dabei die Schuldenbremse“, sagte er. Er hoffe, dass es spätestens ab 2020 eine Lösung gibt, wenn es wieder finanziellen Spielraum gibt.