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Obst und Gemüse kommen zu schnell in die Tonne

Viele Tipps und Informationen, wie man älteres Gemüse „retten“ kann und weniger Lebensmittel verschwendet, gab es auf dem Wochenmarktstand in Neunkirchen. Foto: EVS
Viele Tipps und Informationen, wie man älteres Gemüse „retten“ kann und weniger Lebensmittel verschwendet, gab es auf dem Wochenmarktstand in Neunkirchen. Foto: EVS FOTO: EVS
Neunkirchen. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgen Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall. Unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ konnten sich Neunkircher jetzt auf dem Wochenmarkt informieren. bea

. Die "SaarLandFrauen" und der Entsorgungsverband Saar (EVS) haben im Rahmen der "Europäischen Woche zur Abfallvermeidung" im November eine Infotour gegen Lebensmittelverschwendung gemacht. Dabei gab es am Samstag auch einen Besuch auf dem Neunkircher Wochenmarkt. Unter dem Motto "Zu gut für die Tonne" waren Landfrauen und EVS-Mitarbeiter mit einem Aktionsstand präsent. Das Informations- und Beratungsangebot der Aktion wurde sehr interessiert aufgenommen, heißt es in einer Mitteilung. Vor Ort informierte sich auch der Beigeordnete der Stadt Neunkirchen, Sören Meng.

Viele Marktbesucher fühlten sich vom Improvisationstheater ARTefix angesprochen, dessen Darstellerinnen Lebensmittel in Szene setzten, die befürchten müssen, im Müll zu landen. Am Stand gab es neben einem Lebensmittel-Quiz, einem leicht nachvollziehbaren Frischetest für Eier und einem ideal bestückten Kühlschrank wichtige Tipps für die Lagerung von Lebensmitteln und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Saisonale Rezepte der SaarLandFrauen und Hinweise für einen planvollen Einkauf fanden auch bei denen großen Anklang, die bereits achtsam mit Lebensmitteln umgehen.

Vom Ausmaß der Lebensmittelverschwendung - laut einer vom Bundesverbraucherministerium in Auftrag gegebenen Studie durchschnittlich 82 Kilogramm pro Kopf und Jahr in deutschen Privathaushalten - und darüber, dass insbesondere gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Brot häufig "in die Tonne" geworfen werden, zeigten sich viele Standbesucher betroffen. In nahezu jedem Gespräch spiegelte sich wider, dass die Thematik jeden einzelnen Verbraucher angehen sollte.