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Oberkircher Chor wurde 105 Jahre

Der Männergesangverein (MGV) 1908 Oberkirchen feierte zwei Tage sein 105-jähriges Bestehen mit einem Kommersabend und einem Freundschaftssingen mit Chören aus der Region. Im Gespräch mit SZ-Mitarbeiter Frank Faber zog der MGV-Vorsitzende Helmut Gelzleichter eine positive Bilanz des Jubiläumsfestes und blickte besorgt nach vorne.

Herr Gelzleichter, wie fällt ihr Resümee anlässlich der Feierlichkeiten zum 105-jährigen Bestehen des Männergesangvereins aus?

Helmut Gelzleichter: Es war sehr gut. Die Veranstaltung wurde von der Oberkircher Bevölkerung gut angenommen, im Volkshaus hatten wir Plätze zu wenig. Beim Freundschaftssingen sind Chöre aus der Gemeinde und von außerhalb sowie Musikvereine aufgetreten. Es war rundum eine schöne Veranstaltung mit anspruchsvollem Chorgesang.

Allgemein klagen Männerchöre über den fehlenden Nachwuchs. Wie ist der Oberkircher MGV aufgestellt?

Gelzleichter: Zurzeit haben wir 39 Sänger. Eigentlich ist das sehr gut, aber leider sind wir zu alt. Wir haben ein Durchschnittsalter von 74 Jahren im Chor. Im Jahr können wir bis zu zehn Auftritte durchziehen, alle Stimmlagen sind noch besetzt.

Wir kann der Verein dem Nachwuchsproblem entgegenwirken?

Gelzleichter: In Oberkirchen ist das schwierig. Für junge Leute ist die Auswahl groß, einen Verein zu finden. Neben uns gibt es noch fünf weitere musizierende Vereine

Wurde schon einmal über eine Fusion mit einem Frauenchor nachgedacht?

Gelzleichter: Solange wir als Männerchor singen können, singen wir als Männerchor. Die Lösung, mit einem Frauenchor zu fusionieren und einen Gemischten Chor zu bilden, halte ich für schwierig. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Sänger aus anderen Chören uns anschließen. Denn auch dort werden sie ja nicht jünger.

Was ist für dieses Jahr noch geplant?

Gelzleichter: Am 27. Oktober dieses Jahres werden wir gemeinsam mit dem Chor der ehemaligen Becker Brauerei in der Oberkircher Pfarrkirche St. Katharina auftreten.